Drei wunderbare Menschen verlorenFlugzeugabsturz Namibia: Deutsche Manager-Familie tot, große Bestürzung in Bad Rappenau

„Wir haben drei besondere und wunderbare Menschen verloren.“ Die Trauer um die in Namibia verunglückte Familie Lohmiller ist groß. Auf dem Weg in ein beliebtes Touristenziel stürzte ihr Kleinflugzeug ab. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Der Tod einer Familie von zwei früheren Top-Managern der Schwarz-Gruppe bei einem Flugzeugabsturz in Namibia hat in ihrer Heimat große Bestürzung ausgelöst. Die Nachricht aus Namibia habe in Bad Rappenau zu großer Trauer geführt, sagte Oberbürgermeister Sebastian Frei. „Die Familie war im Stadtleben präsent und sehr geschätzt.“ Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel sagte der „Heilbronner Stimme“: „Wir haben drei besondere und wunderbare Menschen verloren.“

Neben Silke Lohmiller, Ex-Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung, kamen nach Angaben der Schwarz Gruppe auch ihr Mann, der frühere Kaufland-Manager Richard Lohmiller, sowie ihr 19 Jahre alter Sohn ums Leben. Auch der deutsche Pilot starb bei dem Absturz.

Die Deutschen waren am Sonntag als Touristen mit einer Cessna 210 vom internationalen Flughafen der namibischen Hauptstadt Windhuk abgeflogen. Der Kleinflieger sollte etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen, erreichte aber nie sein Ziel. Das Wrack sei am Montagmorgen gefunden worden. Namibische Behörden hätten eine offizielle Untersuchung der Unfallursache eingeleitet, hieß es.

Die hohen, ockerfarbenen Sanddünen der Wüste von Sossusvlei sind ein beliebtes Touristenziel in Namibia. Nach Angaben des Tourismusministeriums besuchten 2024 rund 110.000 deutsche Touristen das Land. Deutsche machten damit die größte Besuchergruppe aus. Das heutige Namibia war von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg unter dem Namen Deutsch-Südwestafrika eine deutsche Kolonie. Während der Kolonialzeit begingen die Kolonialtruppen einen Völkermord an der indigenen Bevölkerung der Herero und Nama mit Zehntausenden Toten. 2021 erkannte die Bundesrepublik den Genozid an.

Verwendete Quellen: fzö/dpa/AFP