Weil er zur Arbeit musste, überlebte er Mann verliert bei Flugzeug-Unglück in Südkorea zwölf Familienmitglieder

Er ist der Einzige, der jetzt noch am Leben ist!
Ein Mann aus Südkorea bricht zusammen mit einer Reisegruppe nach Thailand auf. Zwölf Menschen aus der Gruppe gehören zu seiner Familie. Als der Urlaub zu Ende geht, verabschiedeten sich alle am Flughafen in Bangkok. Er steigt in ein Flugzeug nach Indien, wo er arbeitet. All seine Verwandten nehmen den Jeju Air Flug 7C2216 nach Südkorea. Niemand ahnt, dass es ein Abschied für immer ist.
Absturz des Jeju Air-Fliegers löscht ganze Familie aus
„Ich bin mit einer Gruppe von 18 Leuten auf eine Reise gegangen, aber ich bin der Einzige, der überlebt hat“, sagt der Mann der Nachrichtenagentur Yonhap. „Ich hätte nicht gedacht, dass so was passieren könnte.“ Drei der Menschen an Bord hätten zu seiner engsten Familie gehört. Um wen es sich genau handelt, lässt er offen. Er sei „untröstlich“.
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Dass das Flugzeug mit all seinen Liebsten an Bord am Flughafen Muan in einen Feuerball aufgegangen ist, erfährt er, als er in Indien landet. Der Mann erklärt der Nachrichtenagentur, dass er dann sofort einen Flug nach Südkorea gebucht habe, um am Flughafen in Muan zu sein und dort auf weitere Informationen zu seinen Angehörigen zu warten. Er habe auch eine DNA-Probe abgegeben.

Auch Kinder unter den Opfern des Flugzeugunglücks
Der schluchzende Mann erzählt in dem Interview, dass fünf Mitglieder der Reisegruppe aus einer anderen Familie stammten. Darunter sei auch ein kleines Mädchen gewesen. Er könne die Stimme der Sechsjährigen nicht vergessen. Sie habe sich so gefreut, den Geburtstag ihres Großvaters zu feiern, erinnert sich der Mann an die letzten Tage vor dem Flugzeugunglück.
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Nur zwei Crewmitglieder überleben Bruchlandung in Muan
Die Boeing 737-800 der südkoreanischen Billigfluglinie Jeju Air war am Morgen des 29. Dezembers ohne ausgeklapptes Fahrwerk in Muan gelandet und über die Landebahn hinaus geschlittert. Nur zwei Crewmitglieder überlebten die Bruchlandung. Als Unfallursache vermuten die Behörden einen Vogelschlag kurz vor der Landung.
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Inzwischen wurden fast alle 179 Todesopfer an Bord des Unglücksfliegers identifiziert. Erste Leichen seien bereits ihren Familien zur Bestattung übergeben worden. Bergungsteams entdeckten auch die beiden Flugschreiber. Der mit den Sprachaufzeichnungen aus dem Cockpit sei in relativ gutem Zustand, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. Der Zweite mit den Flugdaten wurde offenbar beschädigt. Die Auswertung dürfte deshalb noch einige Zeit dauern. (jgr, mit dpa)
































