Mehr als 20 Prozent sind betroffenKI-Boom wird für Tausende Meta-Mitarbeiter zum Job-Killer

Das Logo der App Facebook ist am 07.03.2026 auf dem Display von einem Smartphone zu sehen, während ein Finger auf dasSymbol der Applikation tippt. Facebook ist ein soziales Netzwerk (Social Media), das vom US-amerikanischen Unternehmen Meta Platforms betrieben wird. (Zeigefinger, Icon, Symbolbild, Symbolfoto, Illustration, symbolisches Foto, illustratives Foto, Themenbild, allgemeines Bild, Themenfoto)
Ein Meta-Sprecher bestätigt die Sparpläne bisher nicht.
picture alliance/dpa / Matthias Balk

Der Ausbau der KI-Infrastruktur kostet Meta viel Geld. Künstliche Intelligenz werde aber dafür sorgen, dass künftig eine Person Leistungen erbringe, für die bislang große Abteilungen nötig waren, erklärt Mark Zuckerberg zu Jahresbeginn. Nun zieht die Facebook-Mutter offenbar Konsequenzen.

Der Facebook-Mutterkonzern Meta plant laut drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen einen umfassenden Stellenabbau, der 20 Prozent oder mehr der Belegschaft betreffen könnte. Damit wolle der Konzern die kostspieligen Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) ausgleichen und sich zudem auf eine höhere Effizienz durch KI-gestützte Mitarbeiter vorbereiten, berichten Insider.

Konzernchef Mark Zuckerberg treibt den Ausbau der generativen KI massiv voran, um wettbewerbsfähiger zu werden. Das Unternehmen hat hohe Summen investiert, um KI-Forscher anzuziehen und Firmen zu übernehmen. Zuckerberg hatte im Januar auf Effizienzgewinne durch die Investitionen hingewiesen: „Projekte, für die man früher große Teams brauchte, können jetzt von einer einzigen, sehr talentierten Person erledigt werden“, erklärte Zuckerberg.

Ein Datum für die Stellenkürzungen sei noch nicht festgelegt und auch der genaue Umfang stehe noch nicht fest. Führungskräfte hätten jedoch kürzlich hochrangige Manager über die Pläne informiert und sie angewiesen, mit Planungen für den Abbau von Arbeitsplätzen zu beginnen. Ein Sprecher von Meta wies den Bericht zurück. „Dies ist eine spekulative Berichterstattung über theoretische Ansätze“, sagte Unternehmenssprecher Andy Stone.

Sollte sich Meta für einen Abbau von 20 Prozent entscheiden, wäre dies der bedeutendste Stellenabbau des Unternehmens seit seinen Umstrukturierungen Ende 2022 und Anfang 2023. Zum 31. Dezember beschäftigte der Konzern knapp 79.000 Mitarbeiter. Im November 2022 hatte das Unternehmen bereits 11.000 Mitarbeiter entlassen, was damals etwa 13 Prozent der Belegschaft entsprach. Rund vier Monate später kündigte der Digitalkonzern die Streichung von weiteren 10.000 Stellen an.

Verwendete Quellen: bho/rts