Wegen extremer Hitze in LondonRoyale Tradition gestrichen! Doch König Charles macht einfach weiter

Das sonst eher für Regenwetter bekannte Großbritannien erlebt derzeit eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad. Dies hat auch Auswirkungen auf den traditionellen Wachwechsel in London und Windsor.
Die extreme Hitze in London bringt eine der bekanntesten royalen Traditionen vorübergehend zum Erliegen: Die feierlichen Zeremonien der Wachablösung („Changing of the Guard“) vor dem Buckingham-Palast und auf Schloss Windsor wurden für drei Tage gestrichen. Der 77-jährige König Charles III. selbst hält dagegen an seinen Terminen fest.
Hintergrund ist eine Hitzewelle, die Großbritannien derzeit fest im Griff hat. Für Teile Englands und Wales wurde eine rote Unwetterwarnung wegen extremer Hitze herausgegeben - die höchste Warnstufe, bei der Gefahr für Leib und Leben bestehen kann. Erwartet werden Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke.
Die für die Zeremonien zuständige Militäreinheit, die Household Division, begründet den Schritt mit dem Schutz aller Beteiligten. In einer Mitteilung heißt es: „Wir nehmen das Wohlergehen unserer Soldaten und Militärpferde sehr ernst“. Man folge deshalb den Empfehlungen der Behörden, Reisen und Aktivitäten im Freien einzuschränken, um „Risiken für das Militärpersonal und die Pferde sowie - was besonders wichtig ist - für die Öffentlichkeit zu verringern.“
Auch abseits der großen Zeremonie wurde der Dienst angepasst. So wechselten die King’s Life Guard an diesem Mittwoch bereits um acht Uhr und ohne Zeremoniell an die Horse Guards, „um Hitzestress für die Pferde zu vermeiden“. Wachhabende Soldaten in den charakteristischen schweren roten Uniformen und hohen Bärenfellmützen wurden in den Schatten verlegt und häufiger als üblich abgelöst. Der Wachwechsel zählt normalerweise zu den größten Touristenattraktionen rund um den Palast und lockt zahlreiche Schaulustige an.
König Charles absolviert an diesem Mittwoch trotz der Hitze gleich drei Termine: einen Empfang für das Afghan Women’s Refugee Cricket Team im Clarence House, einen Auftritt bei der London Climate Week sowie ein Gespräch mit der Hilfsorganisation „REORG“ in einer Brazilian-Jiu-Jitsu-Akademie.
Verwendete Quellen: bho/Spot


