Endlich Schutz vor Cyber-Sex!Elon Musks Skandal-KI verboten! Jetzt greift die EU durch

Deepfake concerns. File photo dated 08/01/26 of the AI app Grok on the App Store on an iPhone, against a backdrop of search results displayed on the social media platform X (formerly Twitter) on a laptop. Ofcom has launched a formal investigation into whether the social media platform X has complied with UK laws after reports its AI chatbot Grok created and shared sexualised images of children, the regulator has said. Issue date: Monday January 12, 2026. Photo credit should read: Yui Mok/PA Wire URN:83026468
Mehrere Länder haben bereits Untersuchungen gegen Grok eingeleitet und das Tool gesperrt.
picture alliance / empics / Yui Mok

In wenigen Klicks lassen sich mit Elon Musks Chatbot Grok sexualisierte Bilder generieren. Millionenfach wird diese Funktion für Fotos von Frauen und Kindern missbraucht. Dem will die EU nun einen Riegel vorschieben.

Die 27 EU-Länder haben sich für ein Verbot von KI-Anwendungen ausgesprochen, mit deren Hilfe sexualisierte Bilder von echten Menschen ohne deren Einwilligung hergestellt werden können. Bei einem Treffen einigten sich die Botschafter auf eine gemeinsame Position für eine entsprechende Änderung des Gesetzes zu Künstlicher Intelligenz (KI). Damit reagiert Brüssel auf die Erstellung und Verbreitung von Millionen sexualisierter KI-Bilder von Frauen und Kindern mithilfe des Chatbots Grok von US-Milliardär Elon Musk Anfang des Jahres.

Das Verbot soll Teil einer Reihe von Veränderungen am bestehenden KI-Gesetz werden, das die EU 2024 verabschiedet hatte. Auch im EU-Parlament wird derzeit über eine Verschärfung des Gesetzes beraten. Es wird davon ausgegangen, dass die zuständigen Parlamentsausschüsse am Mittwoch über ein Verbot der KI-Anwendungen abstimmen.

Bei Grok handelt es sich um eine beim Onlinedienst X integrierte Funktion. Stein des Anstoßes war Anfang Januar der neue „Spicy Mode“ (scharfer Modus) bei Grok, mit dem Nutzer in Sekundenschnelle anzügliche Bilder von Frauen oder Kindern erstellen konnten - etwa mit Aufforderungen wie „entferne ihre Kleider“ oder „zieh ihr einen Bikini an“. Auch die Erstellung und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte war damit möglich.

Mehrere Länder leiteten Untersuchungen gegen Grok ein oder sperrten das Tool. Auch die irische Aufsichtsbehörde leitete im Auftrag der EU eine Untersuchung ein. X erklärte, es werde Maßnahmen ergreifen, um die Erstellung solcher Bilder zu stoppen.

Die Botschafter sprachen sich auch dafür aus, die Vorschriften für risikoreiche KI erst später in Kraft treten zu lassen: Demnach sollen diese im Dezember 2027 für eigenständige risikoreiche KI-Systeme und im August 2028 für in Produkte integrierte risikoreiche KI-Systeme gelten. Der aktuelle Zeitplan sah noch ein Inkrafttreten ab August 2026 beziehungsweise August 2027 vor.

Verwendete Quellen: lno/AFP