Anschuldigungen beendetJay-Z: Frau zieht Missbrauchs-Klage überraschend zurück

Jay-Z walks on the field before the NFL Super Bowl 60 football game between the New England Patriots and the Seattle Seahawks, Sunday, Feb. 8, 2026, in Santa Clara, Calif. (AP Photo/Julio Cortez)
Jay-Z gewährt in einem neuen Interview Einblick in seine Gefühlswelt.
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2024 wirft eine Frau Jay-Z und Sean „Diddy“ Combs sexuellen Missbrauch vor. Die Klage gegen Beyoncés Ehemann wird ein Jahr später fallen gelassen. Nun offenbart Jay-Z, wie schlecht es ihm in dieser Zeit ging.

2024 hatte eine anonyme Frau behauptet, im Jahr 2000 als damals 13-Jährige bei einer After-Show-Party der MTV Video Music Awards von Jay-Z und Sean „Diddy“ Combs missbraucht worden zu sein. Jay-Z bestritt die Vorwürfe von Beginn an konsequent und bezeichnete sie als Erpressungsversuch. Im Februar 2025 zog die Klägerin die Klage überraschend zurück.

„Ich wusste, dass wir das durchstehen würden, weil es nicht wahr ist. Und die Wahrheit siegt am Ende des Tages immer noch uneingeschränkt“, erklärt Jay-Z nun im Interview mit dem Magazin „GQ“, in dem er erstmals öffentlich über die Missbrauchsvorwürfe spricht.

Darin offenbart der Mann von Beyoncé auch, wie enorm belastend diese Zeit damals für ihn war. „Es war hart. Wirklich hart. Ich war am Boden zerstört“, so der Rapper, der bürgerlich Shawn Carter heißt. „Ich bin froh, dass wir das direkt angesprochen haben, um es aus der Welt zu schaffen.“ Die Klage habe ihn „viel Kraft gekostet“, auch emotional: „Ich war wütend. Ich war schon lange nicht mehr so wütend, eine unkontrollierbare Wut.“

„So etwas hängt man niemandem an - bei so einer Sache sollte man sich verdammt sicher sein“, macht Jay-Z deutlich. Er hatte auf die fallengelassene Klage der Frau im vergangenen Jahr mit einer Verleumdungsklage gegen sie und ihren Anwalt reagiert. Ihre Vergewaltigungsvorwürfe seien „wissentlich falsch“ , „böswillig“ und „strategisch und taktisch berechnet, um Herrn Carter maximale Schmerzen und Leid zuzufügen“, teilten seine Anwälte mit. Der Rapper klagte wegen „böswilliger Verfolgung, Prozessmissbrauch, zivilrechtlicher Verschwörung und Verleumdung“. Stand März 2026 ist die Verleumdungsklage anhängig.

Im „GQ“-Interview erklärte Jay-Z, warum er sich dafür entschieden hat, die Klage anzufechten, anstatt sich mit der anonymen Klägerin zu einigen: „Ich kann keinen Vergleich eingehen, das ist einfach nicht in meiner DNA.“ Zudem hätte dies seine Familie belastet. „Ich kann das nicht tun. Das würde mich umbringen.“

Die anonyme Frau gab gegenüber „NBC News“ Ungereimtheiten in ihrer Aussage zu, blieb allerdings dabei, dass die Vergewaltigung stattgefunden haben soll. Dass sie die Klage überraschend zurückgezogen hat, erklärte sie damit, von Jay-Z eingeschüchtert worden zu sein. Das berichtet das US-Portal „TMZ“ im vergangenen März unter Berufung auf Rechtsdokumente.

Verwendete Quellen: csp/spot