Nach verheerendem ErdbebenWunder von Kolumbien! Verschütteter Vater rettet Baby in seinen Armen

von Martina Lewinski und Fabian Klein

Mitten in all der Zerstörung geschieht ein kleines Wunder.
Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien hören Helfer plötzlich das Weinen eines Babys unter den Trümmern. Als sie sich durch Schutt und Beton kämpfen, entdecken sie einen verschütteten Vater – mit seinem erst zwei Monate alten Sohn fest an die Brust gedrückt.

Vater schützt seinen kleinen Sohn unter den Trümmern

Die dramatische Rettung ereignet sich in Cali, wo Einsatzkräfte und freiwillige Helfer nach dem schweren Erdbeben weiter nach Verschütteten suchen. Zwischen den Trümmern nehmen sie plötzlich Geräusche wahr: das Weinen eines Kindes und das Stöhnen eines Erwachsenen.

Zwei Polizisten beginnen gemeinsam mit Anwohnern, sich zu den Verschütteten vorzuarbeiten. Die Rettung ist gefährlich, denn in der Umgebung liegt offenbar Gasgeruch in der Luft. Schließlich erreichen die Helfer einen Vater, der noch teilweise unter Betonteilen begraben liegt. In seinen Armen hält er seinen erst zwei Monate alten Sohn Salomón. Offenbar hatte er das Baby eng an seinen Körper gedrückt und so vor den herabstürzenden Trümmern geschützt.

Lese-Tipp: Kolumbien bebt! Horror-Erdbeben reißt 20 Menschen in den Tod

Seine Gedanken gelten in diesem Moment nur seinem Kind. „Er bat uns nur, sein Kind nicht sterben zu lassen“, schildert einer der beteiligten Polizisten laut Bild den bewegenden Moment. Vater und Sohn können schließlich lebend aus den Trümmern gerettet werden.

Mutter und Onkel des Babys weiterhin vermisst

Doch die Rettung von Salomón und seinem Vater ist für die Familie noch kein Happy End. Die Mutter des Babys und ihr Bruder gelten weiterhin als vermisst.

Lese-Tipp: Guatemalas Feuervulkan bricht aus! Mega-Aschewolke am Himmel

Damit teilt die Familie das Schicksal vieler Menschen in den betroffenen Gebieten. Nach offiziellen Angaben werden landesweit noch 195 Menschen vermisst. Auf einer privaten Suchplattform sollen zudem Tausende Vermisstenmeldungen eingegangen sein.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Video-Tipp: Erdbeben-Katastrophe in Kolumbien! Retter suchen verzweifelt nach Vermissten

Mindestens 240 Menschen sterben bei schwerem Erdbeben

Das Erdbeben der Stärke 7,4 hatte Kolumbien am Montag schwer getroffen. Mindestens 240 Menschen kamen nach den bislang vorliegenden Angaben ums Leben, weitere 2595 wurden verletzt. Hunderte Gebäude wurden zerstört.

Seit dem Beben arbeiten sich Rettungskräfte durch die Trümmer und suchen nach weiteren Überlebenden. Dabei zählt jede Stunde: Nach mehr als 72 Stunden sinken die Chancen deutlich, Verschüttete noch lebend bergen zu können. Doch die Rettung des kleinen Salomón zeigt, warum die Helfer nicht aufgeben.

Präsident Abelardo de la Espriella sprach von Hoffnung und würdigte die „heldenhafte Arbeit“ der Rettungskräfte. Für zahlreiche Familien geht das bange Warten derweil weiter – verbunden mit der Hoffnung, dass unter den Trümmern noch weitere Menschen lebend gefunden werden.

Verwendete Quelle: Bild., CNN