Drama an Englands KüsteWelle reißt Grace (15) ins Meer – sie selbst stirbt, ihre Mutter und ein Helfer auch

Grace (links) und ihre Mutter Sarah sterben in den Wellen an Englands Küste
Grace (links) und ihre Mutter Sarah sterben in den Wellen an Englands Küste
Humberside Police

Sie wollte nur noch ein letztes Foto machen.
Eine heftige Welle überrascht die 15-jährige Grace Keeling am Strand und zieht sie ins Meer. Ihre Mutter und ein Fremder wollen sie retten, doch alle drei sterben.

Welle reißt Grace (15) im Bruchteil einer Sekunde weg

Das Unglück passiert bereits am 2. Januar 2026 in Withernsea, einem Küstenort in East Yorkshire im Nordosten Englands. Die Region liegt an der Nordseeküste, rund 30 Kilometer östlich der Stadt Hull. Der Fall macht jetzt erneut Schlagzeilen, weil bei einer gerichtlichen Untersuchung in Hull erschütternde Details öffentlich werden. Neben der 15-jährigen Grace Keeling kommen bei dem Unglück auch ihre Mutter Sarah Keeling (45) und der Passant Mark Ratcliffe (67) ums Leben.

Wie der Mirror berichtet, ist Grace mit ihrer Mutter, einer Freundin und dem Familienhund Lulu an die Küste gefahren. Die beiden Mädchen machen Fotos und Videos auf Stufen nahe der Pier Towers. Das Meer tobt im Hintergrund.

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Graces Freundin schildert vor Gericht, sie habe sich nur einen Moment weggedreht. „In einem Sekundenbruchteil war Grace weg”, sagt sie. Es sei passiert „so schnell wie ein Blinzeln”. Zuerst habe sie gedacht, Grace verstecke sich. Dann sieht sie ihre Freundin im Wasser schreien.

Im Video: Bluttat am Strand – war es der perfekte Mord?

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Grace’ Mutter zögert nicht und stirbt auch in den Fluten

Auch Grace’ Mutter Sarah rennt ans Wasser, kommt aber wegen der heftigen Wellen nicht zu ihrer Tochter durch. Kurz darauf erfasst eine Welle auch sie. Grace’ Freundin will selbst hinterherspringen, beginnt laut BBC auch schon, ihre Jacke auszuziehen, doch eine Frau hält sie zurück.

Mark Ratcliffe (67) ist durch Zufall am Unglücksort und verliert auch sein Leben
Mark Ratcliffe (67) ist durch Zufall am Unglücksort und verliert auch sein Leben
Humberside Police

Während Sarah Keeling um das Leben ihrer Tochter kämpft, versucht auch Passant Mark Ratcliffe zu helfen. Der 67-Jährige ist mit seiner Frau und seinem Enkel an der Promenade unterwegs, als er von dem Mädchen im Wasser hört. Ohne lange zu zögern, geht er selbst in die tosende Nordsee. Doch die Wellen sind zu stark. Mark Ratcliffe gerät ebenfalls in Not und kann sich nicht mehr retten.

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Grace’ Leiche finden Einsatzkräfte erst 13 Tage später

Mehrere weitere Menschen versuchen zu helfen. Ein Mann kletterte über die Küstenbefestigung, rutscht ab und bricht sich mehrere Rippen. Ein anderer wird selbst von einer Welle ins Meer gerissen und von zwei Passanten gerettet. Zeitweise sind sechs Menschen im Wasser.

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Die Leichen von Sarah Keeling und Mark Ratcliffe werden noch am selben Tag geborgen. Nach Grace suchen Einsatzkräfte 13 Tage lang. Ihr Vater Jonathan Keeling sagt vor Gericht: „Ich werde meine Frau und meine Tochter schrecklich vermissen, und mein Leben wird nie wieder so sein wie vorher.”

Verwendete Quellen: BBC, Mirror