Panne auf Emirates-FlugZehn Stunden im Flieger gefangen! 373 Passagiere müssen die Nacht an Bord verbringen

Emirates-Flugzeug
373 Passagiere verbringen eine Nacht in einem Emirates-Airbus. (Symbolbild)
REUTERS

Aus einer Zwischenlandung wird eine echte Geduldsprobe.
Wegen schlechten Wetters kann der Emirates-Airbus A380 nicht wie geplant in Shanghai landen. Doch nach der Ausweichlandung beginnt das eigentliche Chaos erst: Die Passagiere müssen die ganze Nacht im Flugzeug ausharren – Stunden, in denen die Klima ausfällt, eine Person ohnmächtig wird und der Krankenwagen gleich zweimal angerückt kommt.

Nach bereits über neun Stunden in der Luft: Emirates-Flug nach Shanghai muss zwischenlanden

Für die 373 Passagiere von Emirates-Flug EK302 aus Dubai war das Ziel zum Greifen nah – und doch unerreichbar. Wie aeroTELEGRAPH und Shanghai Daily berichten, konnte der Airbus A380 am 22. Juli 2026 nicht wie geplant in Shanghai landen. Schlechte Wetterbedingungen sollen die Landung am eigentlichen Ziel unmöglich gemacht haben – und das selbst nach mehreren Warteschleifen.

Gegen 21 Uhr – nach über neun Stunden in der Luft – landete der Airbus schließlich: Anstatt in Shanghai jedoch im 150 Kilometer entfernten Hangzhou. Was allerdings nur ein kurzer Zwischenstopp werden sollte, endet in einer echten Geduldsprobe – und in einer quälenden Nacht voller Zwischenfälle!

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Fehlende Crew, technischer Defekt und Co.: Aus kurzem Zwischenstopp wird stundenlange Wartezeit

Eigentlich sollte der Zwischenstopp in Hangzhou nur kurz dauern und der Flug nach Shanghai möglichst zeitig fortgesetzt werden. Doch nachdem die Maschine gelandet war, traten laut der Zeitung Hangzhou News gleich mehrere Probleme auf: Zunächst hatte die ursprüngliche Besatzung des Fliegers ihre maximal erlaubte Dienstzeit bereits überschritten und durfte den Flug somit nicht fortsetzen. Ein Wechsel war zwar zwingend erforderlich, eine qualifizierte Ersatz-Crew jedoch außer Reichweite. Diese musste erst selbst ins Flugzeug steigen und nach Hangzhou reisen.

Doch damit waren die Probleme noch nicht vorbei. Laut Hangzhou News soll plötzlich ein technischer Defekt aufgetreten sein, der das Abheben verhinderte. „Die Besatzung wurde ausgetauscht, aber wir dürfen immer noch nicht fliegen. Als Grund werden nun technische Probleme mit dem Flugzeug angegeben”, erklärte ein Passagier.

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Infolgedessen wurde der Flug nach Shanghai immer und immer wieder verschoben – bis er schließlich ganz abgesagt wird.

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Im Video: Auch diese Flug-Passagiere waren stundenlang im Flieger gefangen

373 Passagiere über Nacht an Bord gefangen – einer wird ohnmächtig

Während der langen Wartezeit verteilte die Kabinenbesatzung laut Passagierberichten Getränke, Instantnudeln und Snacks an die Reisenden. Später soll jedoch auch die Klimaanlage Probleme bereitet haben: „Es war stickig und heiß in der Kabine”, stellte ein Passagier klar, wie Hangzhou News berichtet.

Damit jedoch nicht genug: Wie Passagiere berichtet haben sollen, sei der Krankenwagen gleich zweimal angerückt. Ein Fahrgast sei sogar „in der Kabine ohnmächtig geworden”.

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Doch für die Passagiere ist kein Ende in Sicht: Sie müssen die ganze Nacht im Flugzeug ausharren. Erst am nächsten Tag, gegen 7.30 Uhr Ortszeit, durften die ersten Passagiere das Flugzeug verlassen. Das berichtet der aeroTELEGRAPH. Bis alle Reisenden ausgestiegen waren, vergingen weitere anderthalb Stunden. Fast 24 Stunden nach dem Abflug in Dubai konnten die letzten Fluggäste den Airbus schließlich verlassen.

Nach stundenlanger Verzögerung: Emirates entschuldigt sich bei den Shanghai-Reisenden

Nachdem die Reisenden das Flugzeug endlich verlassen konnten, organisierte Emirates laut aeroTELEGRAPH Hotelzimmer, Verpflegung und den Weitertransport nach Shanghai. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich bei den betroffenen Passagieren für die stundenlange Verzögerung und sprach dem Flughafen Hangzhou sowie den örtlichen Einwanderungs-, Zoll- und Flughafenbehörden ihren Dank für die Unterstützung aus.

Der betroffene Airbus A380 blieb anschließend noch in Hangzhou und hob erst am Abend des 24. Juli wieder ab.

Verwendete Quellen: aeroTELEGRAPH, X/Shanghai Daily, Hangzhou News,