Polens Regierungschef beunruhigtTusk schlägt Alarm! Naher Osten vor neuer Eskalation

Smoke rises following an explosion, amid the U.S.-Israeli conflict with Iran, in Tehran, Iran, March 7, 2026. Picture taken with a mobile phone. Majid Asgaripour/WANA (West Asia News Agency) via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY      TPX IMAGES OF THE DAY
Nach einer Explosion steigt Rauch in Irans Hauptstadt Teheran auf.
via REUTERS / Majid Asgaripour

Aus den USA kommen Signale für eine mögliche Verständigung mit dem Iran. Zuletzt verschiebt US-Präsident Trump erneut ein Ultimatum wegen angeblich „sehr guter Gespräche“. Doch Äußerungen aus Israel und Polen stehen dazu im Widerspruch.

Polens Regierungschef Donald Tusk hält eine weitere Eskalation der Lage im Nahen Osten für möglich. „Ich habe seit einigen Dutzend Stunden Grund zur Annahme - auch aufgrund von Informationen unserer Verbündeten - dass in den nächsten Tagen kaum mit einer Stabilisierung im Nahen Osten zu rechnen ist“, sagte Tusk in Warschau. Das Gegenteil sei der Fall: „Die nächsten Tage und Wochen könnten zu einer Eskalation dieser Situation führen.“

Tusk sprach am Rande einer Parlamentssitzung, in der über zwei Gesetzentwürfe seiner Regierung zur Senkung der Treibstoffpreise abgestimmt werden sollte. Die Notwendigkeit dieser Maßnahme begründete er mit der Einschätzung der Lage in Nahost.

Die Äußerung Tusks steht im Widerspruch zu Signalen, die zuletzt aus den USA kamen. US-Präsident Donald Trump hatte unter Verweis auf die „sehr guten Gespräche“ sein Ultimatum zum Einlenken der iranischen Führung im Krieg noch einmal verschoben. Die Frist zur Freigabe der Straße von Hormus werde auf Bitte des Irans verlängert, bis zum 6. April (US-Ortszeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte er an.

Zuvor hatte Israels Verteidigungsminister eine Ausweitung der israelischen Angriffe im Iran angekündigt. Grund sei der andauernde Raketenbeschuss aus dem Land auf Israel, teilte Israel Katz nach Angaben seines Büros mit. Israels Armee werde deshalb ihre Angriffe „eskalieren“ und mehr Ziele und Gebiete im Iran ins Visier nehmen. Im Fokus sollen demnach Ziele in Verbindung mit iranischen Waffen stehen.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten Teheran dazu aufgefordert, Raketenangriffe auf Israels Zivilbevölkerung einzustellen, sagte Katz. Aber trotz der Warnungen gehe der Beschuss weiter. Am frühen Nachmittag hatte es in Israel erneut Raketenbeschuss aus dem Iran gegeben. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht.

Verwendete Quellen: gut/dpa