US-Boss Trump mischt sich einTrump sicher: Briten-Premier Starmer tritt zurück!

British Prime Minister Keir Starmer and U.S. President Donald Trump speak as they wait for a family photo during the G7 summit, in Evian-les-Bains, France, June 16, 2026. REUTERS/Isabel Infantes/Pool      REFILE - FIXING HEADLINE
Keir Starmer (l.) und Donald Trump im Gespräch auf dem G7-Gipfel in Frankreich in dieser Woche.
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Während die britische Presse noch vom steigenden Druck auf Premier Starmer berichtet und einen möglichen Rücktritt ins Spiel bringt, geht der US-Präsident weiter. Trump erklärt kurzerhand dessen politisches Ende.

Premierminister sein oder nicht sein. Die Gerüchte um den britischen Regierungschef Keir Starmer schießen ins Kraut. Tritt er zurück, nachdem sein schärfster innerparteilicher Rivale Andy Burnham ins Unterhaus gewählt wurde? In all die Spekulationen platzt Donald Trump hinein: „Keir Starmer wird als Premierminister des Vereinigten Königreichs zurücktreten“, stellt der US-Präsident uneingeschränkt auf seiner Plattform Truth Social klar.

Weiter schreibt Trump, Starmer habe bei zwei sehr wichtigen Themen „kläglich versagt“ und nennt - wie so oft in Versalien - „EINWANDERUNG UND ENERGIE (ÖLFÖRDERUNG IN DER NORDSEE!)“ Er wünsche Starmer alles Gute, beendet der amerikanische Staatschef den kurzen Eintrag.

Zuvor hatten britische Medien noch spekuliert, dass Starmer am Montag seinen Rücktritt verkünden könnte. Nach den Worten eines Parteikollegen prüft er derzeit die ihm verbleibenden politischen Optionen. Starmer nehme sich „Zeit, um über die politischen Realitäten, Herausforderungen und Chancen nachzudenken, die sich ihm stellen“, sagte Wirtschaftsminister Peter Kyle dem britischen Sender Sky News.

Nach einer endgültigen Entscheidung klang das nicht. Die britische Sonntagszeitung „The Observer“ und der „Guardian“ berichteten dagegen, Starmer werde voraussichtlich am Montag seinen Rücktritt erklären und dabei „einen Zeitplan für seinen Abschied“ vorstellen. Der „Sunday Telegraph“ berichtete unter Berufung auf Verbündete des angeschlagenen Premiers, er sei „bereit“ zu gehen. Sky News zufolge hat unter anderem die britische Außenministerin Yvette Cooper Starmer zum Rücktritt aufgefordert. Der Nachrichtenagentur PA zufolge fordern derzeit mehr als 100 Labour-Abgeordnete den Rücktritt Starmers.

Ausgelöst wurden die Gerüchte vom klaren Wahlsieg Burnhams bei einer Nachwahl in Nordengland am Donnerstag. Als Bürgermeister von Manchester genoss dieser eine große Popularität. Der 56-Jährige will Starmer erklärtermaßen als Parteichef von Labour und Premierminister ablösen. Dazu muss er aber im Unterhaus sitzen - was er am Donnerstag erreicht hat. Nun kann er Starmer als Labour-Parteichef herausfordern, womit das Amt des Regierungschefs verknüpft ist.

Starmer hat immer wieder erklärt, den Posten nicht kampflos aufzugeben. Zudem gibt es weitere mögliche Kandidaten, etwa Ex-Gesundheitsminister Wes Streeting. Regierungswechsel sind in Großbritannien nicht so ungewöhnlich wie in Deutschland, zumal Kandidaten bereits im Vorfeld mögliche Minister um sich versammeln. Zuletzt hat das Land aber eine ganze Reihe kurzer Amtszeiten erlebt. Seit 2010 gab es fünf konservative Regierungschefs. 2024 konnte Starmer mit einem großen Triumph Labour wieder an die Macht führen.

Starmer hatte zuletzt allerdings mit mehreren Affären und einer empfindlichen Niederlage seiner Labour-Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Mai zu kämpfen. Während seine Umfragewerte abgestürzt sind, gilt Burnham als einer der beliebtesten Politiker Großbritanniens.

Mit Trump lag Starmer immer wieder im Clinch. Der US-Präsident warf ihm mehrfach eine schwache Politik vor und ein Versagen bei Themen wie der Migration.

Verwendete Quellen: mli/AFP