Ermittlungen führen ins ProstitutionsmilieuDeutsche 44-Jährige enthauptet in Italien gefunden – Verdächtiger festgenommen

Ein Auto der italienischen Carabinieri steht auf einem platz.
Die italienische Carabinieri sperrt den Leichenfundort großräumig ab. (Archivbild)
Robert Messer/dpa

Frauenleiche ohne Kopf gefunden!
Eine 44‑jährige Deutsche wird in der Toskana (Italien) enthauptet in einem Gebüsch entdeckt, die Carabinieri gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die Gegend um den Leichenfund ist bekannt für Drogenmissbrauch und Gewalt, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Frauenleiche vor Bauernhaus entdeckt

In der italienischen Gemeinde Scandicci bei Florenz (Italien), nur wenige hundert Meter entfernt vom Russell-Newton-Gymnasium, bietet sich den florentinischen Beamten am Mittwochmorgen (18. Februar) ein abscheulicher Anblick. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, wird eine deutsche 44‑Jährige enthauptet in einem Gebüsch gefunden – die Carabinieri gehen von einem Morddelikt aus. Die Frau soll obdachlos gewesen sein, ihre Leiche liegt versteckt vor einem alten Bauernhaus auf dem Gelände des ehemaligen italienischen Forschungsrats.

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Eine Machete könnte die Tatwaffe sein

Noch am Tag des Leichenfunds suchen die Ermittler nach der Tatwaffe. Nach Angaben der italienischen Zeitung La Nazione wird dabei ganz in der Nähe des Fundortes eine große, scharfe Machete entdeckt. Eine Untersuchung von DNA-Spuren soll nun zeigen, ob sie etwas mit dem Tod der Frau zu tun haben könnte. Ersten Erkenntnissen zufolge sei die Obdachlose erst vor ein paar Tagen ums Leben gekommen. Überwachungskameras in der Nähe des Bauernhauses könnten Aufschluss über das Verbrechen geben. Ob die 44‑Jährige auch am Fundort ums Leben gekommen ist, sei derzeit nicht bekannt. Eine Obduktion soll Genaueres ergeben.

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Erste verdächtige Person festgenommen

Die italienische Zeitung La Repubblica berichtet, dass ein Tatverdächtiger festgenommen wurde. Der Mann, laut La Repubblica offenbar ein Nordafrikaner, sei ein Freund des Opfers gewesen und habe sich häufiger vor Ort aufgehalten. Er soll angeblich versucht haben, den Tatort zu säubern.

Festnahme Kriminalität rund um den Leichenfundort

Das Gelände sei städtisches Eigentum und diene als öffentlicher Park. Die Gemeinde bekomme die Kriminalität rund um den Leichenfundort nicht in den Griff, immer wieder sollen hier Drogen gehandelt und konsumiert werden, hinter dem Bauernhaus befinde sich gar ein ganzes Zeltlager für Obdachlose, so La Nazione. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge habe eine Passantin berichtet, einen Tag vor dem Leichenfund von einem Mann mit Hund vom Grundstück gejagt worden zu sein. Damit die Behörden später zu dem Leichnam gelangen konnten, mussten sie Hundefänger einsetzen. Die italienische Polizei gehe trotz der Festnahme derzeit mehreren Hinweisen nach, einige davon führten ins Prostitutionsmilieu. (dst)

Verwendete Quellen: Ansa, La Repubblica, dpa, La Nazione