„Wir waren im Zug eingesperrt“Bahnreise wird zum Albtraum – 15 Stunden Verspätung und 1.200 Euro Strafe

Ein ICE 3 der Deutschen Bahn faehrt aus Berlin kommend auf der Strecke zwischen Erlangen und Fuerth in Richtung Nuernberg und Muenchen. Die Aufnahme zeigt den Hochgeschwindigkeitszug am Abend kurz vor Sonnenuntergang im Fruehjahr als Detailansicht auf elektrifizierter Bahnstrecke. Zugverkehr auf der Strecke zwischen Bamberg und Nuernberg, Kleingruendlach, 02.04.2026 Foto:Eibner/Ardan Fuessmann
Eine eigentlich fünfstündige Zugfahrt wird für einen Reisenden zur 20-Stunden-Odyssee mit massiver Verspätung und einer hohen Geldforderung (Symbolbild)
picture alliance / Eibner-Pressefoto / Eibner-Pressefoto/Ardan Fuessman
von Martina Lewinski

Diese Zugfahrt vergisst er wohl nie!
Aus einer geplanten fünfstündigen Reise wird Ende Mai eine nervenaufreibende 20-Stunden-Odyssee – inklusive Verspätung, Kontrollärger und einer saftigen Geldforderung. Das schildert ein junger Mann in einem Video auf Instagram – und entfacht dort eine Debatte über die Deutsche Bahn.

Aus Zugfahrt wird Nervenprobe

Der Instagram-User nixon.lgg war nach eigenen Angaben am Freitag (29. Mai) mit einer größeren Reisegruppe unterwegs. Gemeinsam wollten sie am Nachmittag mit einem ICE von Köln nach Berlin fahren. Doch statt einer entspannten Anreise mit der Deutschen Bahn entwickelte sich die Fahrt schnell zu einer nervenaufreibenden Geduldsprobe. „Die Fahrt sollte normalerweise fünf Stunden dauern und gedauert hat es insgesamt 20 Stunden“, berichtet er in dem Clip.

Damit lag die Verspätung bei rund 15 Stunden – ein Extremfall, der viele Nutzer in den sozialen Netzwerken aufhorchen lässt. Besonders drastisch beschreibt der Betroffene die Situation während der Reise. Seine Schilderung: „Wir waren low key in dem Zug eingesperrt die ganze Zeit. Wir konnten nicht raus.“

Ob es sich dabei um eine tatsächliche Einschränkung der Reisefreiheit oder um eine subjektive Wahrnehmung des Betroffenen handelt, lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen. Eine offizielle Stellungnahme der Deutschen Bahn liegt bislang nicht vor – eine entsprechende Anfrage wurde von RTL bereits gestellt.

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Kontrolle im Ersatzzug sorgt für Ärger

Im weiteren Verlauf der Fahrt soll sich die Gruppe getrennt und die Reise mit einem anderen Zug fortgesetzt haben, erzählt der junge Mann. Dort kam es laut dem Instagram-Video zu einer Kontrolle – mit weitreichenden Konsequenzen. Nach seinen Angaben wurden die Tickets der Gruppe bei einer Kontrolle als ungültig eingestuft. „Wir kriegen alle eine Mahnung nach Hause geschickt dafür, dass unsere Gruppenleiterin nicht mehr mit uns unterwegs ist und unsere Tickets nicht mehr gültig sind.” Alle hätten ihre Personalausweise abgeben müssen, heißt es weiter, vermutlich, um die Personalien festzuhalten.

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Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt eine weitere Aussage am Ende des Videos: „15 Stunden Verspätung, 1.200 Euro Strafe. Das war meine Reise mit der Deutschen Bahn“, fasst der Betroffene zusammen.

In den sozialen Netzwerken entfacht der Fall eine breite Diskussion – insbesondere über Verspätungen, Ersatzverkehr und die Rechte von Fahrgästen im deutschen Bahnverkehr.

Verwendete Quellen: Instagram/nixon.lgg