Mutmaßlicher Täter stirbt vor OrtSchock in Detroit: Fahrer rast in Synagoge – Sicherheitspersonal schießt!

Polizei steht vor der Synagoge Temple Israel. In einem Vorort der US-Großstadt Detroit im Bundesstaat Michigan ist ein Fahrzeug in eine Synagoge gefahren. +++ dpa-Bildfunk +++
Polizisten stehen vor der Synagoge Temple Israel in einem Vorort der US-Großstadt Detroit.
picture alliance/dpa/AP / Corey Williams

In den USA wird ein Auto in eine Synagoge gesteuert, das Sicherheitspersonal der Einrichtung eröffnet das Feuer. Am Ende ist der mutmaßliche Täter tot, es gibt einen Verletzten. Ob ein Zusammenhang mit dem Iran-Krieg besteht, ist zunächst offen.

In einem Vorort der US-Großstadt Detroit im Bundesstaat Michigan ist eine Person mit einem Fahrzeug in eine Synagoge gefahren. Sicherheitspersonal habe danach das Feuer eröffnet, sagte der örtliche Sheriff vor Journalisten. „Wir glauben, dass diese Person tot ist.“ Ein Feuer am Fahrzeug mache die Situation vor Ort kompliziert.

Zudem sei ein Mitglied des Sicherheitspersonals von dem Fahrzeug gerammt und verletzt worden. Laut Polizei wurde der Verletzte in ein Krankenhaus gebracht. Es seien keine Kinder oder Angestellten in der Einrichtung zu Schaden gekommen, teilte der Sheriff mit. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt West Bloomfield. Die Polizei gehe derzeit davon aus, dass nur eine Person in dem Fahrzeug gewesen sei, so der Sheriff.

Aufnahmen des Senders Fox News zeigten ein Großaufgebot der Polizei vor Ort. Darauf sind schwer bewaffnete Einsatzkräfte und gepanzerte Fahrzeuge zu sehen. FBI-Direktor Kash Patel teilte auf X mit, seine Beamten seien vor Ort und kooperierten mit den örtlichen Einsatzkräften. Die Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, teilte auf X mit, die jüdische Gemeinde sollte ihren Glauben in Frieden ausleben können. „Antisemitismus und Gewalt haben in Michigan keinen Platz.“

Die Synagoge Temple Israel wurde 1941 gegründet und hat nach eigenen Angaben mehr als 12.000 Mitglieder. Sie unterhält eine Kindertagesstätte. Örtliche Medien berichteten, einige Kinder seien in nahegelegene Häuser geflüchtet. Sie wurden mit Bussen weggebracht, um mit ihren Eltern zusammengeführt zu werden.

Die Jewish Federation of Detroit teilte mit, ihre Einrichtungen befänden sich unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Sheriff Bouchard erklärte, alle jüdischen Einrichtungen in der Gegend erhielten verstärkten Schutz. Jüdische Organisationen in den USA haben seit dem Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran Ende Februar die Sicherheitsmaßnahmen verschärft.

Verwendete Quellen: dsc/dpa/rts