„Sorry” für verspätete ZustellungAggro-Möwen attackieren Briefträger – und die Post ist machtlos

In Cornwall geht die Angst vor Möwen um.
Zumindest unter den Briefträgern der englischen Grafschaft, die von den Tieren immer wieder attackiert werden. Briefe können deshalb nur verzögert zugestellt werden; die Post bittet um Entschuldigung.
Post entschuldigt sich bei den Bewohnern von Liskeard
„Wie Sie vielleicht wissen, haben wir derzeit einige Probleme, Sie und Ihre Nachbarn sicher zu beliefern”, heißt es in dem Schreiben. Gerichtet ist es laut einem BBC-Bericht an die Einwohner der 11.000-Einwohner-Stadt Liskeard. In der Gegend griffen die Möwen Postboten an, „um ihre Jungen zu schützen”, erklärt die Royal Mail. Sie versichert aber, jeden Tag zu versuchen, die Post zuzustellen.
Weiter schreibt die britische Post: „Bitte entschuldigen Sie etwaige Unannehmlichkeiten”. Zwar wolle man an alle Adressen jeden Tag liefern, aber: „Die Sicherheit unserer Mitarbeiter hat für uns höchste Priorität.” Man habe die Situation „täglich im Auge”.
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Anwohnerin: Möwen sind für Menschen „beinahe lebensgefährlich”
Die Möwen nisteten jedes Jahr sechs Wochen lang auf ihrem Nachbargrundstück, sagt Anwohnerin Naomi der BBC. Während dieser Zeit sei es „beinahe lebensgefährlich”, vor die Tür zu gehen. „Auch zurzeit ist auf dem Dach meines Nachbarn ein Nest.”
Ihr ältester Sohn werde auf dem Weg zum College jeden Morgen von den aggressiven Tieren überrascht, erklärt Naomi. Und nicht nur er: „Ich sehe täglich Leute, die vorbeilaufen oder Sachen ausliefern und angegriffen werden.”
Den Bewohnern des betroffenen Gebiets bietet die Royal Mail nun zwei Alternativen: Sie könnten entweder abwarten, bis die Vögel ihre Jungen nicht mehr so aggressiv beschützen – oder eine neue Adresse für die Postzustellung angeben. (bst)
































