Horror-Unfall im MorgengrauenSchock in Polen: Zug rast in Herde! Drei Wildbisons sterben

Der Bialowieza-Wald in Polen und Belarus ist der letzte Urwald Europas. In dem UNESCO-Weltnaturerbe leben nach ihrer Beinahe-Ausrottung inzwischen etwa 1200 wilde europäische Bisons. Bei einem Unglück am Sonntagmorgen wurden drei von ihnen von einem Zug erfasst.
Im ostpolnischen Bialowieza-Urwald sind drei Wildbisons von einem Zug erfasst und getötet worden. Der Unfall ereignete sich am Sonntagmorgen gegen 7.30 Uhr in der Nähe des Dorfs Witowo, wie Polizei und Feuerwehr mitteilen. Keiner der rund 50 Passagiere an Bord des Zuges sei verletzt worden. Die drei getöteten Tiere waren demnach Teil einer Herde, die die Bahngleise überquerte.
Der Zug der Linie mit dem Namen „Zubr“ (Bison) ist durch den Zusammenprall nicht entgleist. Laut der Feuerwehr wurde der technische Zustand des Zuges überprüft, einschließlich der Bremsanlage. Um 9.12 Uhr konnte er seine Fahrt nach Warschau fortsetzen. Vor Ort waren zwei Feuerwehreinheiten, die Polizei sowie Mitarbeiter des Nationalparks und der Forstverwaltung im Einsatz.
Der Bialowieza-Wald ist der letzte Urwald Europas und UNESCO-Weltnaturerbe. Der gut 10.000 Jahre alte Wald ist etwa 1200 Quadratkilometer groß. Ein Drittel des Urwaldes befindet sich im Nordosten Polens, der größere Teil im Westen von Belarus.
In dem Wald leben etwa 1200 wilde europäische Bisons, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts fast ausgestorben waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Art, deren Bullen bis zu 900 Kilogramm schwer werden können, in Bialowieza gezielt wieder angesiedelt. 1979 wurde der Wald in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
Jedes Jahr werden mehrere Bisons in dem Gebiet durch Verkehrsunfälle getötet. „Aber normalerweise sind das Einzelfälle. Ich kann mich nicht an einen Unfall erinnern, bei dem drei Bisons gleichzeitig von einem Zug überfahren wurden“, sagte der polnische Säugetierexperte Rafal Kowalczy.
Verwendete Quellen: chr/dpa


