Transporter rast in Berliner CSDDragqueen weint: „Irgendjemand kann heute nicht in seinem Bett schlafen, weil er auf die Straße gegangen ist, um für Menschenrechte zu demonstrieren”

Katy Bähm bei der KAULITZ & KAULITZ STAFFEL 3 PREMIERE im Delphi Filmpalast in Berlin am 22.07.2026 *** Katy Bähm at the
Katy Bähm ist eine bekannte Travestie-Künstlerin, Dragqueen, DJane
www.imago-images.de, IMAGO/Gartner

Berlin steht unter Schock!
Am Rande des CSD rast ein Fahrzeug in die Menge. Eine Frau stirbt, viele werden verletzt. Auch die Berliner Dragqueen Katy Bähm feierte tagsüber friedlich, legte bei der Parade als DJ auf dem Bertelsmannwagen auf. Sicher zu Hause angekommen, meldet sich Katy zu den Geschehnissen und spricht vielen damit aus dem Herzen.

„Verdacht eines Anschlags” beim CSD Berlin: Im Liveticker die Entwicklung verfolgen

„Ich verstehe diesen ganzen Hass nicht”

„Ich find’s gerade so krass, ich liege einfach in meinem Bett und irgendjemand kann heute nicht in seinem Bett schlafen, weil er auf die Straße gegangen ist, um für Menschenrechte zu demonstrieren”, teilt sie ihre Fassungslosigkeit in einer Instagram-Story. Dabei kämpft sie mit den Tränen. „Ich verstehe diesen ganzen Hass nicht”, so Katy Bähm, deren bürgerlicher Name Burak Bildik ist, traurig.

„Berlin … heute war ein sehr schlimmer Tag”

In einem weiteren Story-Eintrag schreibt sie: „Unsere Sünde ist die Liebe … eure Sünde ist der Hass. Berlin musste heute den CSD evakuieren. Eine Veranstaltung, in der es um Liebe & Vielfalt von Menschen geht. Diese Veranstaltung wurde heute mit Blut & Hass beschmutzt”, so Katy, die sich auch bestürzt zu Kommentaren im Netz äußert. „Wie können Menschen so bösartig sein. Wie kann man sich erfreuen, dass Menschen sterben oder schwer verletzt werden?”

Die Dragqueen appelliert: „Wir müssen jetzt zusammenhalten & diesen HASS keinen Platz zwischen uns geben.” Und schließt mit den Worten: „Berlin … heute war ein sehr schlimmer Tag. Aber jetzt müssen wir noch härter für unsere Menschenrechte kämpfen.”

Verwendete Quellen: Instagram, dpa