Umzug sorgt für GesprächsstoffAusgerechnet neben dem KitKat! AfD zieht in die Nähe von Berlins verrücktestem Fetisch-Club

AfD-Symbolbild: AfD-Fahne an einem Wohnhaus in der Pfalz
Nach dem Mietstreit zieht die AfD offenbar in ein Bürohaus am Köllnischen Park in Berlin-Mitte. (Symbolbild)
picture alliance / CHROMORANGE / Udo Herrmann

Die AfD muss im Berliner Norden ihre Parteizentrale bis spätestens Ende 2026 räumen.
Das entschied das Landgericht Berlin. Während ein Mietstreit zum Auszug führt, soll die Partei bereits neue Büroräume gefunden haben – ausgerechnet in unmittelbarer Nähe des bekannten Berliner KitKat-Clubs.

Neuer Parteisitz in Berlin-Mitte

Das Landgericht Berlin entschied, dass die AfD ihre Bundesgeschäftsstelle spätestens Ende 2026 verlassen muss. Eine fristlose Kündigung des Vermieters erklärte das Gericht zwar für unwirksam, weil keine vorherige Abmahnung erfolgt war. Der Mietvertrag endet dennoch vorzeitig.

Auslöser des Streits war eine Wahlparty nach der Bundestagswahl im Februar. Der Vermieter warf der Partei unter anderem eine nicht genehmigte Nutzung des Innenhofs sowie Projektionen am Gebäude vor. Eine Einigung zwischen beiden Seiten kam nicht zustande.

Video-Tipp: ver.di will Kosten für Anreise zu AfD-Protest erstatten

Wie die Bild berichtet, hat die AfD inzwischen neue Räume im Bürohaus Am Köllnischen Park 1 in Berlin-Mitte angemietet. Demnach bezieht die Partei rund 1.600 Quadratmeter Bürofläche in der fünften Etage. Die monatliche Miete soll bei etwa 32.000 Euro liegen. Offiziell tritt dabei nicht die AfD selbst als Mieter auf, sondern ihre Immobiliengesellschaft Castel del Monte. Sichtbare AfD-Schilder soll es am Gebäude dem Bericht zufolge nicht geben.

Im selben Bürohaus haben unter anderem die Berliner Stadtwerke, Oxfam Deutschland, die Psychologische Hochschule Berlin sowie der Arbeiter-Samariter-Bund ihren Sitz.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Nähe zum KitKat-Club sorgt für Aufmerksamkeit

Für Schlagzeilen sorgt vor allem die Lage der neuen Parteiverwaltung: Zwischen dem Gebäude und dem bekannten Berliner KitKat-Club liegen laut Bild nur rund 100 Meter. Der Club gilt international als Treffpunkt der Techno- und Fetischszene.

Lese-Tipp: Attest schon ab Tag 1 – Regierung plant strenge Regeln für Arbeitnehmer

Außerdem sollen sich laut Bild AfD-Mitarbeiter intern über die unmittelbare Nachbarschaft beschwert haben. Die Partei selbst äußerte sich zu den neuen Räumlichkeiten nicht und verwies auf geschäftsinterne Vorgänge ihrer Tochtergesellschaft.

Bisherige Immobilie inzwischen unter Zwangsverwaltung

Auch die bisherige Parteizentrale sorgt weiter für Schlagzeilen. Nach Informationen der Bild wurde das Gebäude im Berliner Norden inzwischen unter Zwangsverwaltung gestellt. Die Miete muss die AfD daher künftig an einen gerichtlich bestellten Zwangsverwalter zahlen.

Bereits zuvor hatte es Streit um die Immobilie gegeben. Die AfD wollte das Gebäude ursprünglich kaufen, die Verhandlungen scheiterten jedoch. Zusätzlich läuft weiterhin eine Anzeige des Vermieters wegen des Verdachts der versuchten Erpressung. Die Staatsanwaltschaft Berlin prüft den Vorgang.

Verwendete Quellen: Bild, ntv, Berliner Zeitung