Luftabwehr und Raketen wegTrump sieht Iran schwer angeschlagen

President Donald Trump speaks at an event to honor the 2025 Major League Soccer champions Inter Miami CF in the East Room of the White House, Thursday, March 5, 2026, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Für US-Präsident Trump geht der Iran einer Niederlage entgegen.
AP / Alex Brandon

US-Regierung und US-Militär sind mit dem Kriegsverlauf zufrieden. Der Iran habe keine Luftwaffe mehr und kaum noch Raketen. Admiral Cooper berichtet von 30 versenkten Schiffen. Pentagon-Chef Hegseth betont, dass die Munitionsvorräte Washingtons ausreichen.

Die Luftabwehr und die Raketen des Iran sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in großen Teilen zerstört. „Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg“, sagte Trump in Washington. Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, bilanzierte Trump. „Sobald sie eine Rakete abschießen, wird die Abschussrampe innerhalb von vier Minuten getroffen.“

Neben dem Nuklearprogramm und der Marine hatte die US-Regierung das Raketenprogramm des Iran zuvor als wichtigstes Kriegsziel genannt. Nach Angaben des Chefs des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, griffen die US-Streitkräfte in den vergangenen 72 Stunden fast 200 Ziele tief im Iran an, darunter auch in der Nähe von Teheran. Erst in der vergangenen Stunde hätten Tarnkappenbomber vom Typ B-2 mehrere Dutzend bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) gegen tief verborgene Abschussanlagen für ballistische Raketen abgeworfen.

Auch die iranische Marine sei schwer getroffen worden. Inzwischen liege die Zahl der zerstörten oder versenkten Schiffe bei mehr als 30, sagte Cooper. Zuletzt sei ein iranischer Drohnenträger „etwa von der Größe eines Flugzeugträgers aus dem Zweiten Weltkrieg“ getroffen worden. Centcom teilte auf X mit, dass der Drohnenträger in Flammen stehe.

Das Pentagon sieht die USA haushoch überlegen und für einen längeren Einsatz gewappnet. „Wir haben keinen Mangel an Munition“, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne „so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist“. Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich zuletzt besorgt über die große Menge an Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzen. Die Regierung im Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagte Hegseth an Teheran gewandt. „Das ist eine sehr üble Fehleinschätzung“.

Der US-Verteidigungsminister konterte Vorwürfe, es gebe eine Ausweitung der Kriegsziele. Man wisse genau, was man im Iran erreichen wolle, sagte Hegseth. Zuvor hatte Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die USA müssten bei der Auswahl der nächsten Führungsperson des Landes mithelfen. Hegseth fügte hinzu, Trump rede angesichts der laufenden Militäroperation bereits „ein gewichtiges Wort mit“, wer den Iran regiere.

Verwendete Quellen: mau/dpa/rts