Rettungsflieger in die KrisenregionEurowings holt deutsche Urlauber – doch Raketen stoppen andere Evakuierungen

Eurowings schickt nun einen Evakuierungsflug aus Riad nach Köln. Ein französischer Rückholflug musste wegen Raketenbeschuss sogar umkehren. (Symbolbild)
Eurowings schickt nun einen Evakuierungsflug aus Riad nach Köln. Ein französischer Rückholflug musste wegen Raketenbeschuss sogar umkehren. (Symbolbild)
Federico Gambarini/dpa

Tausende Touristen sitzen im Nahen Osten fest.
Jetzt schickt Eurowings einen eigenen Jet, um deutsche Urlauber nach Hause zu holen. Doch wie gefährlich die Lage ist, zeigt ein dramatischer Zwischenfall bei einem französischen Evakuierungsflug.

Sonderflug aus Riad: Airbus holt deutsche Touristen nach Köln

Die Lufthansa-Tochter Eurowings organisiert erstmals einen eigenen Evakuierungsflug auf eigene Rechnung aus der Krisenregion. Bislang war die Airline vor allem im Auftrag der Bundesregierung im Einsatz. Ein Airbus A320 soll in der Nacht von Freitag auf Samstag aus der saudischen Hauptstadt Riad nach Köln starten.

An Bord: rund 150 deutsche Urlauber. Sie hatten ihre Reise über den Veranstalter Eurowings Holidays gebucht und wurden in Dubai und Umgebung vom US-israelischen Angriff auf den Iran überrascht. Mit Bussen wurden die Touristen bereits über die Grenze nach Saudi-Arabien gekarrt. Der Flieger mit der Flugnummer EW6131 wird laut Unternehmen gegen 00.30 Uhr in Köln erwartet.

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Nach der Eskalation des Konflikts hatten zahlreiche Staaten ihren Luftraum zeitweise komplett geschlossen. Zehntausende Reisende sitzen deshalb fest oder kommen nur mit großen Umwegen nach Hause. Inzwischen sind wieder begrenzt Flüge möglich, doch die Sicherheitslage bleibt angespannt.

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Französischer Evakuierungsflug muss wegen Raketenalarm umkehren

Wie angespannt, zeigt ein dramatischer Vorfall bei einem französischen Rückholflug. Ein von der Regierung gechartertes Flugzeug der Airline Air France musste auf dem Weg nach Dubai wegen Raketenbeschuss in der Region umkehren. „Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage am Zielort wird dieser Rückholflug ausgesetzt”, erklärt die Airline. „Die Sicherheit unserer Kunden und Besatzungsmitglieder hat für uns oberste Priorität.”

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Über 5.000 Franzosen wollen laut dem französischen Außenminister Jean-Noël Barrot die Krisenregion verlassen, 750 davon konnten bereits ausgeflogen werden. Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot warnt deutlich: „Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen.”

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Regierung plant weitere Flüge

Auch Deutschland plant weitere Evakuierungen. Außenminister Johann Wadephul kündigte auf Instagram an, dass am Sonntag eine weitere Maschine der Airline Sundair in Riad landen wird. Besonders gefährdete Deutsche, etwa Schwangere, Kranke oder ältere Menschen, sollen dafür zunächst über Land aus Katar nach Saudi-Arabien gebracht werden, um sie von dort in Sicherheit zu bringen. Tausende Deutsche warten jedoch immer noch auf ein Ticket raus aus dem Chaos. (nha)

Verwendete Quellen: dpa