Viel Kritik von Arbeitgebern 1000 Euro? Viele bekommen wohl keine Krisen-Prämie

Finanzielle Unterstützung gibt es unter Umständen auch nach dem Tod eines unterhaltspflichtigen Ex-Ehepartners. Sie nennt sich Erziehungsrente.
Die sogenannte Entlastungsprämie von 1.000 Euro sorgt für viel Kritik (Symbolbild).
Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Krise beim Krisen-Paket?
Die schwarz-rote Koalition reagiert auf gestiegene Preise. Eine Maßnahme: die sogenannte Entlastungsprämie von 1.000 Euro, die Firmen ihren Angestellten steuerfrei zahlen können. Doch Unternehmensvertreter reagieren genervt.

Verbände: Viele Arbeitgeber lehnen Entlastungsprämie ab

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) kritisiert die von der schwarz-roten Koalition geplante steuerfreie Prämie von 1.000 Euro für Arbeitnehmer deutlich. „Die Unternehmen können sich das einfach nicht mehr leisten“, sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter der Bild. Bei vielen Arbeitgebern stoße diese Prämie auf Ablehnung.

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„Die Koalition verspricht Entlastung und liefert Belastung bei den Unternehmen“, kritisierte Kampeter. Er verwies auf die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage: Die Wirtschaft komme seit 2019 nicht voran. Kampeter forderte gezielte Entlastungsmaßnahmen statt „zusätzliche Belastung bei den Arbeitskosten.“

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Offene Fragen auch bei Gewerkschaftsbund

Als wirtschaftliche Entlastungsmaßnahmen hat die schwarz-rote Koalition angekündigt, dass Beschäftigte eine steuerfreie 1.000-Euro-Prämie von ihren Arbeitgebern bekommen können. In der Regel werde eine solche Prämie bei Tarifverhandlungen vereinbart, hieß es beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Eine wichtige Frage sei deshalb, was mit Branchen sei, die gerade erst Tarifverhandlungen abgeschlossen hätten.

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Auch der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, stellte infrage, ob viele Betriebe sich die Prämie angesichts der mauen Wirtschaftslage überhaupt würden leisten können. (jow/dpa)

Verwendete Quellen: dpa