Zehn Milliarden Euro für die BundeswehrHammer-Deal genehmigt! USA sollen Deutschland mit Waffen versorgen

Die Fregatte Brandenburg der Deutschen Marine bei einem Medientermin zum Nato-Manöver Steadfast Dart 26 auf der Ostsee vor dem Truppenübungsplatz Putlos. Mit dem großangelegten Manöver Steadfast Dart wollen sich Nato-Partner auf mögliche künftige Bedrohungslagen in der Ostsee vorbereiten. Bestritten wird das Großmanöver von der sogenannten Allied Reaction Force (ARF) der Nato, einer schnellen rund 40.000 Soldaten starken Eingreiftruppe, die ständig in Bereitschaft ist.
Die deutsche Marine soll Radaranlagen und Startsysteme von den USA erhalten.
picture alliance/dpa/dpa-Pool / Christian Charisius

Um die Marine zu modernisieren, plant die Bundesregierung, Rüstungsgüter in Milliardenhöhe von den USA zu kaufen. Im Fokus steht die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit sowie die engere Zusammenarbeit mit der Nato. Der US-Kongress kann noch Einspruch einlegen.

Die USA haben den Verkauf von Rüstungsgütern im Wert von rund zehn Milliarden Euro an Deutschland genehmigt. Das US-Außenministerium teilte mit, es habe eine entsprechende Anfrage der Bundesregierung bewilligt. „Der geplante Verkauf unterstützt die außen- und sicherheitspolitischen Ziele der USA, indem er die Sicherheit eines Nato-Partners stärkt“, hieß es. Deutschland sei eine Kraft für politische Stabilität und wirtschaftlichen Fortschritt in Europa.

Konkret möchte Deutschland den Angaben zufolge unter anderem acht integrierte Gefechtsführungssysteme, moderne Radaranlagen sowie Startsysteme für Lenkflugkörper erwerben - Technik, mit der Kriegsschiffe Bedrohungen früh erkennen, abwehren und sich mit anderen Nato-Einheiten vernetzen können. Ziel ist es laut Mitteilung, die Fähigkeiten der deutschen Marine zur Landes- und Bündnisverteidigung zu stärken und die Zusammenarbeit mit US- und Nato-Streitkräften zu verbessern.

Der Deal wurde dem US-Kongress vorgelegt, der noch Einwände erheben kann. Hauptauftragnehmer wären die US-Rüstungskonzerne Lockheed Martin und RTX Corporation.

Verwendete Quellen: mwa/dpa