Was lohnt sich mehr?Heute noch tanken oder bis morgen warten?

Lohnt es sich zu warten oder verpufft der Tankrabatt?
Wer mit fast leerem Tank unterwegs ist, steht gerade vor einer einfachen Frage: Noch heute vollmachen oder bis Oktober warten? Nach dem teuersten Tankmonat seit Beginn der ADAC-Aufzeichnungen startet am 1. Oktober ein neuer Tankrabatt. Ganz so einfach wie „17 Cent weniger ab Mitternacht“ ist es allerdings nicht.
Tankrabatt: Heute tanken oder bis Oktober warten?
Wer noch genug Sprit im Tank hat, dürfte mit Warten aktuell die bessere Chance auf niedrigere Preise haben. Denn ab Donnerstag, 1. Oktober, sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Inklusive der dadurch ebenfalls niedrigeren Mehrwertsteuer beträgt die Entlastung rund 17 Cent je Liter. Die Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2026. Müsst ihr nicht dringend an die Zapfsäule, spricht derzeit einiges dafür, zumindest bis Donnerstag zu warten.
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Allerdings bedeutet der Tankrabatt nicht automatisch, dass um Punkt Mitternacht jede Tankstelle ihre Preise um exakt 17 Cent senkt. Die niedrigere Steuer gilt für Kraftstoffe, die ab dem 1. Oktober Raffinerien und Tanklager verlassen. Bis der günstigere Sprit überall angekommen ist, kann es deshalb etwas dauern. Der Mineralölwirtschaftsverband en2x kündigt dennoch an, die Entlastung vollständig weitergeben zu wollen.
Wer flexibel ist, könnte deshalb nicht nur den Donnerstag, sondern auch die ersten Oktobertage beobachten und Preise vergleichen.
Warum der September für Autofahrer so bitter war
Der September 2026 geht als teuerster Tankmonat seit Beginn der entsprechenden ADAC-Auswertungen in die Statistik ein. Für Super E10 zeichnet sich im Monatsdurchschnitt ein Preis von rund 2,27 Euro je Liter ab. Diesel kommt sogar auf etwa 2,38 bis 2,39 Euro. Damit werden die bisherigen Rekorde deutlich übertroffen. Der September war der bisher teuerste Monat zum tanken. Der bisherige Höchstwert für E10 lag bei 2,145 Euro, bei Diesel bei 2,263 Euro.
Hauptgrund für den Preissprung sind die Folgen des Iran-Krieges und die dadurch eingeschränkten Ölexporte aus der Golfregion. Zusätzlich fehlen Raffineriekapazitäten.

Wann ihr am günstigsten tankt
Neben dem richtigen Tag spielt inzwischen auch die Uhrzeit eine große Rolle. Seit April dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen. Eine ADAC-Auswertung von mehr als 14.000 Tankstellen zeigt deshalb ein neues Muster: Besonders günstig ist Tanken derzeit häufig kurz vor 12 Uhr. Direkt danach steigen die Preise oftmals deutlich.
Zusätzlich lohnt sich der Vergleich zwischen mehreren Tankstellen. Laut ADAC können die Unterschiede im normalen Straßenverkehr bis zu sieben Cent pro Liter betragen. An Autobahntankstellen kann die Differenz noch deutlich größer sein.
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Habt ihr noch ausreichend Kraftstoff, dann wartet ihr besser noch mit dem Tanken. Ab Donnerstag lohnt sich dann der Preisvergleich. Wer nicht sofort volltanken muss, kann sogar ein oder zwei Tage beobachten, wie schnell die Steuersenkung tatsächlich an den Zapfsäulen ankommt. Und unabhängig vom Tankrabatt gilt: Möglichst nicht direkt nach 12 Uhr tanken, sondern eher am späten Vormittag und vorher die Preise mehrerer Tankstellen vergleichen.

