Schluss mit dem Teilen unter Freunden?Spotify verschärft Familienabo-Kontrolle – dieser QR-Code könnte für Ärger sorgen

Wer sich Spotify Premium Family mit Freunden oder Verwandten außerhalb des eigenen Haushalts teilt, sollte jetzt aufpassen.
Der Streamingdienst setzt offenbar auf eine neue Methode, um zu überprüfen, ob die Mitglieder eines Familienabos tatsächlich unter einem Dach leben. Ein QR-Code soll dabei eine entscheidende Rolle spielen – und wer die Überprüfung nicht rechtzeitig schafft, muss mit Konsequenzen rechnen.
Spotify will Familienmitglieder per QR-Code überprüfen
Eigentlich sind die Regeln bei Spotify Premium Family eindeutig: Die Mitglieder eines Abos müssen laut Anbieter an derselben Adresse wohnen. In der Praxis wird der günstigere Familientarif allerdings auch von Nutzern geteilt, die in unterschiedlichen Haushalten leben. Genau dagegen könnte Spotify künftig konsequenter vorgehen.
Auf seinen Supportseiten beschreibt das Unternehmen inzwischen eine Überprüfung per QR-Code. Spotify könne Mitglieder eines Premium-Family-Abos dazu auffordern, auf diese Weise zu bestätigen, dass sie tatsächlich mit dem Verwalter des Abos zusammenleben. Und dafür müssen sich beide offenbar wirklich am selben Ort befinden.
So funktioniert die neue QR-Code-Prüfung
Fordert Spotify eine Überprüfung an, öffnet der Verwalter des Familienabos den entsprechenden QR-Code auf seinem Smartphone.
Das zu überprüfende Familienmitglied muss diesen Code anschließend mit seinem eigenen Smartphone scannen. Laut Spotify müssen sich beide Personen während der Überprüfung am selben Ort befinden. Nach Berichten von Nutzern auf Reddit soll sich der angezeigte QR-Code zudem regelmäßig verändern. Spotify selbst macht auf seiner Supportseite allerdings keine Angaben dazu, in welchen Abständen ein Code erneuert wird.
Für die Verifizierung haben Betroffene sieben Tage Zeit.
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Wer die Frist verpasst, muss aufpassen
Und genau diese Frist könnte für einige Familien zum Problem werden.
Kann ein Mitglied die Überprüfung nicht erfolgreich abschließen, wird es laut Spotify aus dem Premium-Family-Abo entfernt. Besonders ärgerlich: Die betroffene Person kann anschließend für zwölf Monate keinem anderen Premium-Family- oder Duo-Abo beitreten.
Andere Spotify-Abos können weiterhin abgeschlossen werden – allerdings dann zum jeweiligen regulären Preis. Eine entsprechende Sperre kann auch greifen, wenn eine Überprüfung der angegebenen Wohnadresse scheitert.
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Nutzer sehen Probleme bei Urlaub oder Dienstreisen
Die neue Methode sorgt bereits für Diskussionen. Einige Nutzer befürchten, dass die kurze Frist auch dann zum Problem werden könnte, wenn alle Mitglieder tatsächlich im selben Haushalt wohnen. „Dann kann man nur hoffen, dass alle Familien auch in der Zeit zusammen sind und es keine Dienstreise, Studienfahrt, Schullandheim etc. in dem Zeitraum gibt“, schreibt ein Nutzer.
Ein anderer fragt sich, was passiert, wenn jemand gerade zwei Wochen im Urlaub ist und deshalb die Frist verpasst.
Und für diejenigen, die das Familienabo bislang bewusst mit Freunden außerhalb ihres Haushalts teilen, könnte die Sache ohnehin eindeutig sein. Ein Nutzer kommentiert: „Bin aktuell Familien-Admin im Freundeskreis, dann fällt die Möglichkeit wohl bald weg.“
Das müssen Spotify-Nutzer jetzt wissen
Ob und wie flächendeckend Spotify die QR-Code-Kontrollen einsetzen wird, geht aus der Supportseite nicht hervor. Der Anbieter schreibt lediglich, dass eine solche Überprüfung verlangt werden kann.
Für Nutzer eines Family-Abos gilt deshalb vor allem: Wer von Spotify zu einer Verifizierung aufgefordert wird, sollte die Nachricht nicht ignorieren und die Sieben-Tage-Frist im Blick behalten.
Und wer sein vermeintliches „Familienabo“ bislang mit Freunden in verschiedenen Wohnungen teilt, könnte es künftig deutlich schwerer haben.
Verwendete Quellen: Spotify Support, Stadt-Bremerhaven



