„Er lag buchstäblich weinend auf dem Boden und entschuldigte sich bei allen”Fluggesellschaft lässt Jungen (13) mit Tourette stehen – aus diesem Grund!

Er sei eine „Bedrohung“ für den Flug.
Eigentlich sollte gerade das Abenteuer Urlaub starten. Doch statt abzuheben, blieb eine Familie mit ihrem Sohn mit Tourette-Syndrom am Flughafen Gatwick stehen. Denn die Fluggesellschaft British Airways weigerte sich, den 13 Jahre alten Mason mitzunehmen.
Mason (13) hat das Tourette-Syndrom
Am Sonntag (24. Mai) sollte es für Familie Entwistle aus Harwich in Essex (Großbritannien) zusammen mit Freunden in Richtung Alicante (Spanien) gehen. Vater Martyn (39), Mutter Gemma (36), Sohn Mason (13) und die Töchter Layla (16) und Ariella (1) hatten schon alle Sicherheitskontrollen passiert, doch beim Boarding sei ihnen dann das Einsteigen in die British Airways-Maschine verboten worden, schreibt die Zeitung Sun.
Der Grund: Sohn Mason habe am Flughafen mehrfach das Wort „Bombe” gerufen, laut seinen Eltern aufgrund seiner Tourette-Erkrankung und nicht als Drohung. Selbst bei der Sicherheitskontrolle sei trotz der Rufe alles „reibungslos” verlaufen, heißt es.
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Mason „lag buchstäblich weinend auf dem Boden”
Als die Familie dann aber in der Fluggastbrücke auf das Einsteigen ins Flugzeug wartete, seien sie von einer Airline-Mitarbeiterin zur Seite genommen worden. „Wir weisen ihn nicht ab, weil er eine Behinderung hat. Wir weisen ihn ab, weil eine Drohung ausgesprochen wurde, dass er eine Bombe in seiner Tasche hat”, zitiert die Sun die Worte der Airline-Mitarbeiterin. Gemma Entwistle hatte die hitzige Debatte gefilmt, im Hintergrund sind sogar bewaffnete Polizisten zu sehen. Doch selbst ein Nachweis über Masons Diagnose habe die Airline nicht davon überzeugt, dass von dem 13-Jährigen keine Gefahr ausgeht.
Im Gespräch mit der Zeitung Sun wirft Vater Martyn Entwistle der Airline „Diskriminierung” vor. Mason sei nach der Mitnahmeverweigerung „völlig verzweifelt” gewesen. „Er lag buchstäblich weinend auf dem Boden und entschuldigte sich bei allen”, so der 39-Jährige.
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Doch die Airline sei bei ihrer Entscheidung geblieben. Von Polizeibeamten begleitet seien Marty, Gemma, Mason und Ariella zurück zum British Airways-Schalter gebracht worden. Nur die 16-Jährige Tochter Layla habe mit den Freunden der Familie den Flug antreten dürfen.
British Airways spricht von einer „äußerst schwierigen, komplexen und belastenden Situation”
Nach dieser Erfahrung habe das Paar mit den beiden Kindern eine Nacht in einem Flughafenhotel verbracht und neue Flüge für den Folgetag gebucht. „Meine Frau und mein Sohn wollten einfach nur nach Hause. Ich habe die Flüge nur deshalb umgebucht, weil ich ihm beibringen möchte, dass er alles tun kann, was er will”, so Martyn Entwistle im Sun-Interview. „Ich möchte nicht, dass er denkt: ‚Ich kann nie in Urlaub fahren.‘ Es geht ums Prinzip. Ich möchte mit ihm in Urlaub fahren, er hat es verdient, in Urlaub zu fahren.“
Eine Sprecherin von British Airways habe erklärt: „Dies war eine äußerst schwierige, komplexe und belastende Situation. Aufgrund mehrerer mitwirkender Faktoren wurde entschieden, der Gruppe die Reise mit dem Flug nicht zu gestatten.“ Man bestehe darauf, dass der Grund für die Mitnahmeverweigerung nicht Masons Tourette-Syndrom war, außerdem habe man der Familie inzwischen eine Rückerstattung für ihre Flüge angeboten.
Verwendete Quelle: The Sun
































