Ehemalige Flugbegleiterin verrätDiese fünf Dinge würde ich an Bord eines Flugzeugs niemals tun!

Als ihr seltsames Verhalten dem Bordpersonal auffällt, landen sie statt an ihrem Reiseziel in Untersuchungshaft.
Als ehemalige Flugegleiterin gebe ich euch Tipps für eure nächste Flugreise. (Symbolbild)
IMAGO

Von ekelig über gefährlich bis einfach nur nervig!
In sieben Jahren als Flugbegleiterin habe ich so manche Gewohnheiten von Passagieren beobachten können – und zugegeben: Manche haben mich wirklich schockiert! Hier kommen meine Top 5 Dinge, die ich selbst niemals an Bord eines Flugzeugs tun würde und Tipps, wie ihr es besser macht.

Die Schuhe im Flugzeug ausziehen

Ganz oben auf meiner Liste steht auf jeden Fall: Ohne Schuhe durchs Flugzeug zu laufen – das würde ich wirklich niemals tun! Der Grund: Im Laufe der Zeit sammeln sich auf dem Flugzeugboden eine Menge Schmutz, Bakterien und Co. an. Überlegt mal: Täglich laufen mehrere hundert Menschen durch die Gänge und über die Teppiche, hin und wieder erbricht sich jemand darauf, Essens- und Getränkereste treten sich fest.

Noch schlimmer sieht es auf dem Boden der Flugzeugtoiletten aus, auf denen sich mitunter im wahrsten Sinne des Wortes menschliche Ausscheidungen ansammeln. Dennoch konnte ich regelmäßig beobachten, wie Passagiere nur auf Socken oder sogar komplett barfuß die WC-Kabinen aufsuchten.

Natürlich ist es umständlich, sich jedes Mal aufs Neue seine Schuhe anziehen zu müssen, sobald man aufsteht – insbesondere auf Langstreckenflügen, auf denen man es sich gerne mal ohne Schuhe auf seinem Sitz gemütlich macht. Mein Tipp daher: Habt immer ein paar Schlappen im Handgepäck und griffbereit im Bereich eures Sitzes.

Schon gewusst? Euch sofort die Schuhe auszuziehen, sobald ihr euren Sitzplatz eingenommen habt, ist übrigens keine gute Idee. Der Grund: ein Sicherheitsaspekt. Welcher das ist, lest ihr HIER.

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Persönliche Gegenstände in der Sitztasche verstauen

Der Platz um Flugzeugsitze herum ist begrenzt. Insbesondere dann, wenn man in seinem Fußraum keine große Tasche verstauen möchte. Dennoch würde ich niemals meine persönlichen Gegenstände in der Sitztasche verstauen, die an der Rückenlehne vor mir angebracht ist. Auch das hat zwei Gründe: Zum einen ist die Gefahr groß, dass man beim Aussteigen etwas vergisst – je kleiner der Gegenstand, desto größer die Gefahr.

Zum anderen gibt es Menschen, die in der Sitztasche nicht einfach nur ein Buch oder ihre Kopfhörer aufbewahren. Volle Windeln oder benutzte Taschentücher werden darin ebenso gerne verstaut – ganz schön eklig, oder? Natürlich gehört auch das zu den Dingen, die ich an Bord eines Flugzeugs nie tun würde: ekelige Dinge in öffentlichen Bereichen verstauen.

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Mein Tipp: Habt immer eine große Tüte – etwa einen Zipper-Beutel – dabei, den ihr in die Sitztasche steckt und in dem ihr dann wiederum eure Gegenstände verstaut. Wie gesagt: größere Dinge vergisst man tendenziell seltener als kleine Einzelteile und eure Sachen kommen nicht direkt in Kontakt mit der Sitztasche – den Beutel könnt ihr am Ende des Fluges einfach entsorgen. Eine zweite kleine Tüte als Mülltüte dabei zu haben, ist übrigens auch eine gute Idee.

Kaffee oder Tee aus der Flugzeugküche trinken

Das hat gleich zwei Gründe: Zum einen haben beide Getränke – durch das Koffein bzw. das Teein – eine treibende Wirkung, sodass man im Zweifel noch öfter die Flugzeug-Toilette aufsuchen müsste, als ohnehin schon. Und seien wir mal ehrlich: Angenehm ist der Aufenthalt in den WC-Kabinen nicht unbedingt – schon gar nicht gen Ende eines Fluges.

Zum anderen liegt das daran, dass das Wasser für die Zubereitung von Kaffee und Tee aus großen Tanks im Flugzeugrumpf kommt, in denen sich oft Keime ansammeln. Ein Problem, das in Fachartikeln seit mindestens 20 Jahren thematisiert wird, wie Prof. Dieter Scholz, Professor für Flugzeugentwurf, Flugzeugsysteme und Flugmechanik an der HAW Hamburg (Hamburg University of Applied Sciences), auf airliners.de erklärt. Übrigens: Aus diesem Grund solltet ihr eure mitgebrachte Flasche auch nicht einfach mit Leitungswasser aus dem Flugzeug auffüllen. Fragt lieber bei der Besatzung nach, ob sie euch eure Flasche mit Trinkwasser auffüllen kann.

Den Rufknopf über dem Flugzeugsitz drücken ...

... um etwas zu Essen oder zu Trinken zu bestellen. Denn betätigt ein Passagier den Knopf, stellen sich Flugbegleiter innerlich unter anderem auf einen möglichen Notfall – etwa medizinischer Natur – ein. Eine Ausnahme: Man sitzt am Fenster und die Passagiere neben einem schlafen tief und fest, sodass man nicht aus der Sitzreihe herauskommt. Dann ist es natürlich in Ordnung, das Bordpersonal herbeizuklingeln. Ansonsten rate ich: Aufstehen und das Personal in einer der Bordküchen aufsuchen. Immerhin ist gelegentliche Bewegung im Flugzeug wichtig – insbesondere auf langen Flügen.

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Geht es euch oder einem Sitznachbarn nicht gut oder fühlt ihr euch nicht fit genug, aufzustehen, ist es natürlich ebenfalls wichtig und richtig, wenn ihr den Knopf drückt – eure Sicherheit und die eurer Mitreisenden steht zu jeder Zeit an oberster Stelle! Mein Appell: Nutzt den Rufknopf stets mit Bedacht.

Direkt nach der Landung aufspringen

Kaum hat das Flugzeug wieder den Boden berührt, springen viele Passagiere aus ihren Sitzen. Das ist nicht nur unsinnig, sondern auch richtig gefährlich. Denn auch am Boden fährt das Flugzeug noch mit einer Geschwindigkeit, bei der ihr euch ordentlich verletzen könntet, sollte es zu einem Zusammenstoß oder einer Vollbremsung kommen. Im Auto schnallt ihr euch doch auch erst dann ab, wenn ihr geparkt habt, oder?

Es ist verständlich, dass jeder Passagier so schnell wie möglich das Flugzeug verlassen möchte, doch seien wir mal ehrlich: geordnet funktionieren die meisten Sachen viel besser. Bleibt also so lange sitzen, bis die Anschnallzeichen über euch erloschen sind und nehmt danach Rücksicht auf eure Mitreisenden.

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche, airliners.de