Haustier-Mythos entzaubertLaut Studie: Hund und Katze helfen gar nicht, Stress abzubauen!

Kuscheln kann sogar Stimmung verschlechtern!
Hund streicheln, Stress weg – für viele klingt das logisch. Doch eine neue Studie stellt diesen beliebten Wohlfühl-Mythos jetzt auf den Kopf: Demnach helfen Hunde und Katzen in akuten Stressmomenten gar nicht beim Runterkommen – bei Katzen kann es sogar schlimmer werden.
Neue Studie: Haustiere wie Hunde und Katzen bauen doch keinen Stress ab
Ein niederländisches Forschungsteam hat Hunderte Haustierhalter über mehrere Tage hinweg per App zu ihren Gefühlen und ihrem Kontakt zum Tier befragt. Das Ergebnis: Im normalen Alltag fühlen sich Menschen tatsächlich besser, wenn sie mit Hund oder Katze kuscheln oder spielen – sie berichten von mehr positiven und weniger negativen Gefühlen.
Lese-Tipp: Das sind die 10 beliebtesten Hunderassen in Deutschland
Sobald es aber richtig stressig wurde – etwa nach belastenden Situationen oder starken emotionalen Momenten – änderte der Kontakt zum Haustier daran nichts. Die Stimmung ging klar nach unten, ob das Tier nun da war oder nicht.
Katzen können Stress sogar verstärken
Besonders überraschend: Bei Katzen zeigte sich in der Studie sogar ein verstärkender Effekt. Wenn Halterinnen und Halter von stressigen Ereignissen berichteten und dabei sehr intensiv mit ihrer Katze interagierten, fiel ihre negative Stimmung noch stärker aus.

Bei Hunden gab es diesen Rückwärtsgang zwar nicht – aber auch keinen Pluspunkt: Gestresste Hundebesitzer fühlten sich mit Hund nicht besser als ohne. Die Forschenden folgern: Haustiere können das emotionale Wohlbefinden im Alltag verbessern, fangen akuten Stress aber nicht ab.
Was heißt das für Tierhalter?
Die Studie bedeutet nicht, dass Hunde und Katzen „nichts bringen“ – sie beeinflussen die Stimmung zum Guten im Alltag, geben Struktur, Nähe und oft das Gefühl von Geborgenheit. Aber: Wer im Job oder privat massiv unter Druck steht, sollte sich nicht auf auf Fellnasen als Anti-Stress-Wunderwaffe verlassen.
Video-Tipp: Hier passen Hund und Katzen nicht zusammen
Expertinnen und Experten erinnern: Gegen echten Dauerstress helfen eher Schlaf, Bewegung, gute Gespräche, Pausen und im Zweifel professionelle Hilfe – und das Haustier bleibt das, was es am besten kann: treuer Begleiter, nicht magisches Heilmittel.
Verwendete Quellen: deine-gesundheitswelt.de, mit-tier.de, frontiersin.org
































