Einblicke in den Alltag von Deutschlands größter KinderklinikNach 40 Operationen kann Verena (3) heute wieder lachen
Kleine Patienten, große Verantwortung!
Mit nur zwei Jahren erlitt Verena schwerste Verbrennungen – ihr Leben hing am seidenen Faden. Heute kommt die Dreijährige regelmäßig zur Nachsorge ins Olgahospital in Stuttgart. Eine Woche lang begleiteten wir hier das Team von Deutschlands größter Kinderklinik mit der Kamera. Dabei haben die kleinen Patienten berührende Einblicke gewährt.
40 Operationen nach schwersten Verbrennungen
Wenn Verena heute gemeinsam mit ihrer Mutter Stefanie Nirschl zur Behandlung kommt, wirkt sie fröhlich und aufgeweckt. Kaum vorstellbar, was das Mädchen in den vergangenen Monaten durchstehen musste. Nach dem schweren Unfall rekonstruierten die Spezialisten des Olgahospitals ihre Haut Schritt für Schritt. Insgesamt waren dafür rund 40 Eingriffe notwendig. Bereiche, die nicht verbrannt waren, dienten als Grundlage für Hauttransplantationen. Zusätzlich züchteten die Ärzte Zellkulturen, um die verletzten Stellen zu versorgen. Kinderchirurg Dr. Raphael Staubach begleitet Verena seit langer Zeit. Er erklärt, wie anspruchsvoll die Versorgung solcher Verletzungen ist: „Man muss so schnell wie möglich die kaputte Haut entfernen. Man darf aber nur begrenzt viel entfernen, um das Kind nicht zusätzlich zu belasten.“
Jeder Fortschritt ist ein kleiner Erfolg
Auch heute gehört die Behandlung noch zu Verenas Alltag. Regelmäßig erhält sie Lasertherapien, die ihre Narben verbessern sollen. Hinzu kommen Physio- und Ergotherapie. Die Fortschritte machen ihrer Familie Mut. „Wir sind froh, dass sie noch da ist und dass sie auch die Freude am Kindsein hat“, sagt Mutter Stefanie. Alles andere versuche die Familie bestmöglich in den Alltag zu integrieren. Dr. Staubach freut sich über die Entwicklung seiner kleinen Patientin. Etwa, dass das kleine Mädchen seine Arme wieder unbeschwert anheben und den Kopf in beide Richtungen drehen kann. Dafür gibt’s vom Doktor auch ein „High Five”.
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„Wir behandeln die Kinder wie unsere eigenen“
Der Kinderchirurg ist selbst Vater von drei Kindern. Seine Arbeit sei mit großer Verantwortung verbunden, sagt er. Gleichzeitig könne man das Leben junger Patienten entscheidend verändern. Besonders wichtig ist ihm dabei ein Gedanke: „Mein großes Credo ist, dass wir unsere Kinder hier so behandeln wie das eigene Kind.“ Neben modernster Medizin sind es nämlich vor allem Menschlichkeit, Geduld und Fürsorge, die den kleinen Patienten und ihren Familien durch schwere Zeiten helfen.
Verenas Geschichte steht stellvertretend für viele Kinder, die im Olgahospital oft über Jahre ein und aus gehen. Für Kinder, die kämpfen müssen. Und für Teams aus Ärzten und Pflegekräften, die sie auf diesem Weg niemals allein lassen.
Die ganze Doku „Kampf um die Kleinsten – Deutschlands größte Kinderklinik” gibt es bei RTL+ zum Abruf.



