Akute Lebensgefahr kurz nach GeburtGefährlicher Virus! Nach einem Kuss lag Baby Vinnie im Koma

So kurz auf der Welt – und schon in Lebensgefahr!
Ein Besucher küsst den gerade einmal wenige Wochen alten Vinnie. Kurz darauf kämpft das Baby mit einer schweren Infektion um sein Leben. Seine Mutter Tilly-Rose musste sich zeitweise auf das Schlimmste einstellen und warnt andere Eltern jetzt eindringlich vor einem Risiko, das viele unterschätzen.

„Er hielt 16 Sekunden die Luft an und atmete danach ganz schnell“

Nur wenige Tage ist Vinnie zu Hause, da beginnt für seine Mutter Tilly-Rose Murtha der Albtraum. Der drei Wochen alte Junge atmet plötzlich viel zu schnell und trinkt kaum noch. Immer wieder setzt seine Atmung aus. „Er hielt 16 Sekunden die Luft an und atmete danach ganz schnell“, erinnert sich die Mutter. Im Krankenhaus zeigt sich: Vinnie hat sich mit dem gefährlichen RS-Virus infiziert.

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Wie der britische Mirror berichtet, war das leicht zu früh geborene Baby zuvor von einem aufgeregten Besucher geküsst worden. Ob Vinnie sich genau dabei angesteckt hat, kann seine Mutter heute nicht wirklich sicher sagen. Fest steht aber, dass sich sein Zustand dramatisch verschlechtert.

Baby Vinnie muss sogar ins künstliche Koma

Aus der RSV-Infektion entwickelt sich eine schwere Lungenentzündung. Schließlich kollabiert ein Lungenflügel. Zusätzlich stellen Ärzte eine virale Meningitis, also eine Hirnhautentzündung, fest. Seine Mutter erfährt, dass ihr Sohn künstlich beatmet werden muss, wenn sich sein Zustand nicht innerhalb einer halben Stunde bessert. Doch so lange können die Mediziner nicht warten. Vinnie wird intubiert und in ein künstliches Koma versetzt.

Baby auf der Intensvistation im Krankenhaus
Baby Vinnie lag zwischenzeitlich im künstlichen Koma. (Symbolbild)
IMAGO / BSIP

Für Tilly-Rose beginnt eine Zeit voller Angst. „Wir haben uns auf das Schlimmste vorbereitet“, sagt sie. Besonders schlimm sei die Hilflosigkeit gewesen, weil niemand wusste, wie sich der Zustand ihres winzigen Sohnes entwickeln würde.

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Entwarnung nach drei Monaten im Krankenhaus

Fotos aus dieser Zeit zeigen Vinnie mit Sauerstoffmaske, Kabeln und Schläuchen. Rund drei Monate verbringt er im Krankenhaus. Erst am 27. März 2026 darf er nach Hause. Heute geht es ihm wieder gut.

Seine Mutter veröffentlicht die Bilder trotzdem. Sie möchte andere Eltern und Besucher warnen. „Der Kuss ist nicht für das Baby, sondern für sie“, sagt Tilly-Rose. Wer sich krank oder auch nur angeschlagen fühlt, solle bei einem Neugeborenen besonders vorsichtig sein.

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Darum kann RSV bei Babys so gefährlich werden

RSV steht für Respiratorisches Synzytial-Virus. Der Erreger löst oft erkältungsähnliche Beschwerden aus, kann bei sehr jungen Säuglingen aber die unteren Atemwege angreifen und etwa Bronchiolitis oder Lungenentzündungen verursachen. Übertragen wird RSV durch Husten und Niesen, über Hände und Oberflächen sowie durch engen direkten Kontakt. Auch Küssen kann ein Übertragungsweg sein.

Das Robert Koch-Institut zählt Neugeborene und Säuglinge zu den Gruppen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt deshalb allen Neugeborenen und Säuglingen für ihre erste RSV-Saison eine Prophylaxe mit langwirksamen Antikörpern.

Verwendete Quellen: Mirror, Kennedy News Media, Robert Koch-Institut, Centers for Disease Control and Prevention