Gefahr im WaldPilze sammeln: Diese Fehler können gefährlich werden

Pilzesammeln gehört für viele fest zum Herbst.
Pilzesammeln gehört für viele fest zum Herbst.
dolgachov/iStock via Getty Images

Im Herbst lockt der Wald mit einer reichen Pilzvielfalt. Doch gerade unerfahrenen Sammlern können gefährliche Fehler unterlaufen. Besonders tückisch ist der Grüne Knollenblätterpilz, der für einen Großteil der tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland verantwortlich ist.

Im Herbst zieht es viele Menschen zum Pilzesammeln in den Wald. Doch gerade unerfahrene Sammler sollten einige wichtige Regeln kennen, denn eine Verwechslung kann im schlimmsten Fall tödlich enden.

Pilze sammeln, die man nicht eindeutig bestimmen kann

Der wichtigste Grundsatz beim Pilzesammeln lautet: Nur mitnehmen, was eindeutig als Speisepilz bestimmt werden kann. Denn einige giftige Arten sehen essbaren Pilzen zum Verwechseln ähnlich. Besonders gefährlich ist der Grüne Knollenblätterpilz, der unter anderem mit Champignons oder Täublingen verwechselt werden kann. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind Knollenblätterpilze für mindestens 80 Prozent der tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland verantwortlich.

Sich allein auf eine Pilz-App verlassen

Pilz-Apps können bei der ersten Orientierung helfen, ersetzen aber keine fachkundige Bestimmung. Das BfR warnt ausdrücklich davor, sich bei der Entscheidung, ob ein Pilz essbar ist, allein auf eine App zu verlassen.

Wer unsicher ist, sollte die gesammelten Pilze bei einer Pilzberatungsstelle oder einem anerkannten Pilzsachverständigen bestimmen lassen. Eine Übersicht geeigneter Anlaufstellen bietet auch die Deutsche Gesellschaft für Mykologie.

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Alle Pilze in einen Korb werfen

Wer verschiedene Arten sammelt, sollte darauf achten, dass unbekannte Exemplare nicht einfach zwischen die Speisepilze gelegt werden. Am besten kommen nur eindeutig bestimmte Pilze in den Sammelkorb. So lässt sich das Risiko einer Verwechslung zumindest reduzieren.

Pilze zu lange aufbewahren

Auch ein eindeutig bestimmter Speisepilz sollte nicht tagelang herumliegen. Das BfR empfiehlt, Pilze frisch zuzubereiten. Außerdem sollten Speisepilze nicht roh verzehrt werden: Das BfR rät dazu, Pilzgerichte mindestens 15 Minuten zu garen, um Unverträglichkeitsreaktionen zu vermeiden.

Bei Beschwerden erst einmal abwarten

Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder andere Beschwerden nach einer Pilzmahlzeit sollten ernst genommen werden. Eine Pilzvergiftung kann unterschiedlich verlaufen und beginnt nicht bei allen Giftpilzen mit denselben Symptomen.

Besteht der Verdacht auf eine Pilzvergiftung, sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt oder ein Giftinformationszentrum kontaktiert werden. Vom eigenständigen Auslösen von Erbrechen rät das BfR ausdrücklich ab. Pilz- und Speisereste sowie gegebenenfalls Erbrochenes sollten aufbewahrt werden, da sie helfen können, den verantwortlichen Pilz zu bestimmen.

Wer beim Pilzesammeln auf Nummer sicher gehen will, lässt im Zweifel lieber einen Pilz im Wald, als einen unbekannten in der Pfanne landen zu lassen.