Bioidentische Hormone, Nahrungsergänzungsmittel und Co.Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden im Test! Was hilft wirklich gegen Symptome der Menopause?
Und plötzlich versteht man sich selbst nicht mehr!
Rund neun Millionen Frauen in Deutschland befinden sich aktuell in einer Hormonkrise. Kein Wunder, dass das Angebot an Mitteln, die Wechseljahresbeschwerden lindern sollen, stetig zunimmt. Doch nicht alle Produkte halten, was sie versprechen! Wir haben vier Frauen auf ihrer Reise begleitet, um herauszufinden, was wirklich in der Menopause hilft.
Was hilft wirklich gegen die Wechseljahrsbeschwerden? Vier Frauen wagen den Test!
Unsere Reporterin Nina leidet aktuell sowohl unter Schlafproblemen als auch Gewichtszunahme – typische Symptome der sogenannten Perimenopause. Diese beschreibt die Phase vor den Wechseljahren, in der die Hormone Östrogen und Progesteron zunehmend abnehmen. Infolgedessen kämpfen die Betroffenen mit unregelmäßiger Menstruation, Stimmungsschwankungen sowie Hitzewallungen und vielem mehr.
Lösungen gegen eben diese typischen Symptome gibt es im Internet viele. Doch was hilft wirklich? Unsere Reporterin wagt den großen Test – gemeinsam mit drei weiteren Frauen: der 57-jährigen Barbara, der 47-jährigen Yvonne und der 46-jährigen Jutta. Zusammen und unter Begleitung der Gynäkologin Pia Baust probieren die vier Frauen über acht Wochen verschiedene Mittel gegen die Wechseljahrsbeschwerden aus – von Nahrungsergänzungsmitteln bis zu bioidentischen Hormonen.
Bioidentische Hormone, Östrogen-Gel und Co. – diese Mittel haben die vier Frauen getestet!
Von Mikronährstoffen über bioidentische Hormone bis zu Östrogen-Gel: Dr. med. Pia Baust hat je nach Symptomatik der vier Frauen eine andere Therapie verordnet.
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Jutta, deren Symptome sich vorwiegend in ihrer ängstlicheren und besorgteren Stimmung gezeigt haben, hat zu wenig Progesteron sowie einen Mangel an Vitamin B12 und D. Als Therapie verordnet Dr. med. Baust – neben den Vitaminen – 100 Milligramm eines fertig dosierten Progesterons täglich. Der große Vorteil: Das Präparat wird von der Krankenkasse bezahlt.
Barbara, die ihre letzte Hormonersatztherapie nicht vertagen hat, startet wiederum mit einer sogenannten Rimkustherapie. Hierbei erhält die 57-Jährige individuell auf sie abgestimmte bioidentische Hormone. Letztere werden übrigens aus der Yamswurzel gewonnen und im Labor aus dem Wirkstoff Diosgenin extrahiert. Die Folge sind bioidentisches Progesteron und Östrogen. Im Gegensatz zu Juttas Therapie wird die Rimkustherapie allerdings nicht von der Krankenkasse übernommen. Barbara muss für die Kosten – die bei mindestens 50 Euro monatlich liegen – selbst tragen.
Yvonne, die unter einem niedrigen Östrogenspiegel und damit starken Hitzewallungen leidet, bekommt Östrogen-Gel zum Testen. Unsere Reporterin Nina wiederum einen Komplex aus 23 Mikronährstoffen – zur Bekämpfung ihres Vitamin- und Nährstoffmangels.
Wie es den vier Frauen während der Testphase – zwischen Renovierungsarbeiten, Familienleben und Sport – geht, seht ihr im nachfolgenden Video.
Nahrungsergänzungsmittel im Vergleich: Wie sinnvoll sind Vitamine und Co. in der Menopause?
Bevor die von Dr. med. Baust verordnete Therapie startete, hat sich unsere Reporterin Nina noch einmal mit vier Nahrungsergänzungsmitteln auseinandergesetzt – und sich dafür professionelle Hilfe geholt: Angela Clausen von der Verbraucherzentrale NRW.
Die Expertin kritisiert zunächst die fehlenden Anwendungshinweise mehrerer Produkte. So enthalten zwar drei Produkte sogenannte Isoflavone, die hormonelle Schwankungen auf natürliche Weise ausgleichen sollen. Diese sollten jedoch nur in bestimmten Mengen eingenommen werden. Hinweise zur Einnahme und Dosierung seien daher notwendig.
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Zudem sieht die Verbraucherschützerin ein Problem bei den genutzten Marketing-Claims. „Es gibt nicht diesen Menopausen-Wirkstoffkomplex”, betont Angela Clausen. Vor allem die sogenannten Menopause-Vitamine, die in Gummibärchen-Form daherkommen, werden von der Expertin kritisch beäugt.
„Es gibt nicht einmal irgendeine wissenschaftliche Studie, die sagen würde, dass man unbedingt diese ganzen Vitamine braucht“, erklärt Angela Clausen. Unsere Reporterin, welche die Gummibärchen zuvor selbst testete, konnte innerhalb der zwei Wochen ebenfalls keine langfristigen positiven Effekte feststellen.
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Test-Ergebnis im Video! Diese Produkte konnten die Wechseljahrsbeschwerden wirklich lindern
Zwei Monate testeten die vier Frauen die verschiedenen Produkte – und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen! Jutta, dessen Progesteron-Wert vor dem Test bei 2,4 lag, ist innerhalb der zwei Monate auf 11 gestiegen – kein Wunder, dass Jutta die Therapie fortführen möchte.
Doch auch bei den anderen haben sich positive Effekte eingestellt: Yvonnes Hitzewallungen sind besser geworden, Barbara fühlt sich sichtlich vitaler und weniger schlapp – und unsere Reporterin? „Auch ich habe knapp drei Kilo weniger und schlafe besser. Ich habe das Gefühl, dass ich mehr Energie habe als vorher”, erklärt Nina optimistisch.
Welche Bilanz die vier Testerinnen nun aus dem Test ziehen und was zudem ihr größter Aha-Moment war, verraten sie im Video oben.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche



