Gefährlicher Beauty-TrendBraun ohne Sonne? Experten warnen vor riskantem Nasenspray

Die „Barbie-Droge“ feiert ein unrühmliches Comeback.
Ein Nasenspray soll für gebräunte Haut sorgen – ganz ohne stundenlanges Sonnenbaden. In sozialen Netzwerken wird der Trend derzeit wieder massiv beworben. Verbraucherschützer schlagen jedoch Alarm und warnen vor teils erheblichen Gesundheitsrisiken.
Was steckt hinter dem Trend?
Auf TikTok und Instagram werben Influencer derzeit für Nasensprays mit dem Wirkstoff Melanotan. Das synthetische Hormon soll die körpereigene Melaninproduktion anregen und so für eine gebräunte Haut sorgen. Manche Anbieter versprechen zusätzlich, dass der Stoff den Appetit zügelt. Umgangssprachlich wird Melanotan deshalb auch als „Barbie-“ oder „Ken-Droge“ bezeichnet.
Die Stiftung Warentest warnt jedoch eindringlich vor den Produkten. Melanotan ist für kosmetische Zwecke nicht zugelassen. Der Verkauf entsprechender Nasensprays ist in diesem Zusammenhang illegal.
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Diese Risiken drohen
Nach Angaben der Stiftung Warentest kann Melanotan unter anderem Übelkeit, Magenbeschwerden, Appetitverlust und Veränderungen des Blutdrucks verursachen. Außerdem können sich bestehende Muttermale verdunkeln. Das erschwert unter Umständen die frühzeitige Erkennung von Hautkrebs.
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Ein weiteres Problem: Viele der angebotenen Produkte stammen aus dubiosen Internetquellen und werden häufig als angebliche „Forschungschemikalien“ verkauft. Da es sich nicht um zugelassene Arzneimittel handelt, besteht laut Stiftung Warentest ein erhöhtes Risiko, verunreinigte oder falsch dosierte Präparate zu erhalten.
Warum der Trend gerade zurückkommt
Melanotan ist kein neues Phänomen. Bereits vor rund 15 Jahren sorgte die sogenannte „Barbie-Droge“ für Schlagzeilen. Damals wurde sie vor allem in der Fitness- und Bodybuilder-Szene genutzt. Jetzt erlebt der Stoff in sozialen Netzwerken ein Comeback – nicht zuletzt, weil gebräunte Haut und extrem schlanke Körper dort wieder verstärkt als Schönheitsideal inszeniert werden.
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Wer sich eine sommerliche Bräune wünscht, muss dafür kein Gesundheitsrisiko eingehen. Die Stiftung Warentest empfiehlt stattdessen klassische Selbstbräuner. Sie sorgen ebenfalls für einen gebräunten Teint, kommen aber ohne den riskanten Wirkstoff Melanotan aus. Wichtig bleibt trotzdem: Selbstbräuner schützen die Haut nicht vor UV-Strahlung. Wenn ihr in die Sonne geht, solltet ihr deshalb zusätzlich immer Sonnenschutz verwenden. (ajo)
Verwendete Quellen: Stiftung Warentest


