So gelingt der süße Aufstrich garantiertMarmelade selber machen ohne Pannen

Marmelade
Beim Einkochen von Marmelade läuft trotz Rezept nicht immer alles nach Plan.
picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose

SOS in der Einmachküche!
Mal wird sie nicht fest, mal ist sie kaum noch streichfähig. Wer Marmelade selber macht, kennt solche kleinen Küchenpannen. Zum Glück muss deshalb nicht gleich die ganze Arbeit umsonst gewesen sein. Viele typische Fehler lassen sich mit wenigen Handgriffen beheben. Wir verraten die wichtigsten Tipps rund ums Marmelade kochen.

Marmelade selbst machen: Was tun, wenn sie zu fest wird?

Ist die Marmelade nach dem Abkühlen fast schnittfest, wurde sie meist zu lange gekocht oder enthält zu viel Zucker. In diesem Fall hilft ein zweiter Kochvorgang. Pro Kilogramm Marmelade können rund 100 Milliliter Wasser oder Fruchtsaft hinzugegeben werden. Danach die Masse erneut aufkochen und die Gelierprobe wiederholen. Wer mag, kann die besonders feste Variante aber auch einfach behalten. Auf Waffeln, Kuchen oder Gebäck macht sie oft sogar eine gute Figur.

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Wenn die Marmelade einfach nicht gelieren will

Bleibt die Marmelade dagegen zu dünn, wurde sie häufig nicht lange genug gekocht oder enthält zu wenig Geliermittel. Bei sehr süßen Früchten können zwei bis maximal vier Esslöffel Zitronensaft helfen. Danach die Fruchtmasse nochmals zwei bis drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Besteht die Marmelade aus eher sauren Früchten und wurde mit Gelierzucker 2:1 oder 3:1 hergestellt, empfiehlt sich etwas Apfelsaft. Auch hier sollte die Masse nochmals zwei bis drei Minuten kochen, bevor eine neue Gelierprobe folgt.

Und falls alles nichts hilft? Dann wird aus der missglückten Marmelade eben eine köstliche Fruchtsauce für Eis, Joghurt oder Quark.

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Warum Gelee manchmal trüb aussieht

Trübes Gelee wirkt auf den ersten Blick wenig appetitlich, ist aber kein Qualitätsmangel. Meist wurden die Früchte beim Entsaften etwas zu stark gepresst oder es gelangte Fruchtfleisch in den Saft. Am Geschmack ändert das nichts.

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Schimmel im Glas bedeutet leider das Aus

Schimmel auf der Marmelade? Das kann mehrere Gründe haben: Die Früchte waren nicht mehr frisch oder hatten andere qualitative Mängel; das Glas war nicht ausreichend sterilisiert oder nicht fest genug verschlossen. Oder eine Kombination von alldem hat den Schimmel verursacht. So schade es ist, den Inhalt müsst ihr entsorgen.

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Tipps und Tricks fürs Marmelade kochen

Ein häufiger Fehler beginnt schon beim Kochen. Damit die Fruchtmasse nicht über den Topfrand schäumt, sollte ein möglichst großer Topf verwendet werden. Außerdem empfiehlt es sich, nie mehr als ein Kilogramm Früchte auf einmal zu verarbeiten. So kann die Masse gleichmäßig und kräftig kochen. Wichtig ist auch das richtige Abwiegen. Früchte sollten immer erst nach dem Putzen gewogen werden. Wer nur einen Teil einer Gelierzuckerpackung benötigt, sollte den Zucker vorher gründlich durchmischen. Dadurch verteilen sich Pektin und Zitronensäure gleichmäßig.

Welche Gläser sich am besten eignen

Für selbst gemachte Marmelade sind kleinere bis mittelgroße Twist-off-Gläser ideal. Sie lassen sich gut verschließen und angebrochene Portionen werden schneller verbraucht. Auch gebrauchte Gläser können verwendet werden. Ob der Deckel noch dicht hält, lässt sich leicht prüfen: Glas mit Wasser füllen, verschließen und einige Minuten auf den Kopf stellen. Bleibt alles trocken, kann der Deckel weiter genutzt werden.

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Besonders Gelee profitiert von kleinen Gläsern. Je kleiner das Gefäß, desto schneller bildet sich die typische feste Struktur. Nach dem Abfüllen sollten die Gläser möglichst nicht bewegt werden, bis das Gelee vollständig fest geworden ist. (abl)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche