ADAC gibt klaren Tank-TippDiese Spritsorte können sich viele Autofahrer sparen

15.07.2026, Wirtschaft v.l. Mehrere Zapfpistolen für Diesel und Benzin hängen an einer Tankzapfsäule und stehen stellvertretend für das Tanken im Alltag. Die Aufnahme verdeutlicht die Bedeutung der Kraftstoffversorgung und wird häufig im Zusammenhang mit Spritpreisen, Mobilitätskosten und der Entwicklung auf dem Energiemarkt verwendet.
E10 oder E5 tanken? ADAC erklärt, wie Autofahrer sparen können.
picture alliance / SNS / Steven Mohr

Wer an der Zapfsäule automatisch zu Super E5 greift, zahlt womöglich unnötig drauf.
Denn für die meisten Benziner ist das günstigere Super E10 geeignet. Der ADAC empfiehlt Autofahrern deshalb, die Freigabe ihres Fahrzeugs zu prüfen und wenn möglich E10 zu tanken. Der Preisunterschied liegt derzeit bei rund sechs Cent pro Liter. Und auch beim Zeitpunkt des Tankstopps lässt sich sparen.

ADAC: E10 kostet rund sechs Cent weniger

Super E5 oder Super E10? Vor dieser Entscheidung stehen Autofahrer bei fast jedem Tankstopp. Dabei ist die günstigere Sorte E10 laut ADAC für fast alle Benziner im Fahrzeugbestand geeignet. Wichtig ist allerdings: Autofahrer sollten vor dem Wechsel prüfen, ob ihr konkretes Fahrzeug vom Hersteller für E10 freigegeben wurde. Der finanzielle Vorteil kann sich über das Jahr summieren. Nach Angaben des ADAC kostet Super E10 derzeit im Schnitt etwa sechs Cent pro Liter weniger als Super E5. Zwar hat E10 wegen seines höheren Ethanolanteils einen etwas geringeren Energiegehalt. Der theoretische Mehrverbrauch liegt laut ADAC bei rund einem Prozent. Bei älteren Vergleichsmessungen ermittelte der Automobilclub einen Mehrverbrauch von etwa 1,5 Prozent. Der Preisvorteil von E10 kann den etwas höheren Verbrauch damit mehr als ausgleichen.

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Fast alle Benziner vertragen E10

E10 enthält bis zu zehn Prozent Bioethanol, bei E5 sind es maximal fünf Prozent. Nach Angaben des ADAC sind fast alle Benziner im deutschen Fahrzeugbestand für E10 geeignet. Wer unsicher ist, sollte jedoch nicht auf Verdacht wechseln. Ob ein bestimmtes Modell E10 verträgt, lässt sich unter anderem über die Herstellerfreigabe und die Angaben in der Betriebsanleitung überprüfen.

Eine häufig zitierte Zahl des Verbands der Automobilindustrie (VDA) besagt zudem, dass 99 Prozent der Pkw deutscher Hersteller mit Benzinmotor E10 vertragen. Die Zahl bezieht sich damit nicht pauschal auf sämtliche Benziner in Deutschland.

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Auch die Uhrzeit entscheidet über den Spritpreis

Sparen können Autofahrer nicht nur bei der Wahl der Kraftstoffsorte. Auch der Zeitpunkt des Tankens spielt eine Rolle. Seit April 2026 dürfen Tankstellen ihre Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich erhöhen – um 12 Uhr. Preissenkungen sind dagegen weiterhin jederzeit möglich.

Eine ADAC-Auswertung von mehr als 14.000 Tankstellen zeigt deshalb ein deutliches Muster: Besonders günstig ist das Tanken kurz vor 12 Uhr. Danach steigen die Preise zunächst kräftig an und sinken im Laufe des Tages wieder. Ab etwa 17.30 Uhr liegen sie laut ADAC wieder unter dem Tagesdurchschnitt.

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Wie groß die Unterschiede sein können, zeigt die Untersuchung ebenfalls: Bei Super E10 lagen zwischen dem höchsten und niedrigsten Tagespreis im Schnitt 14,6 Cent pro Liter. Bei Diesel waren es sogar 18,4 Cent.

Wer beim Tanken sparen möchte, kann deshalb an zwei Stellen ansetzen: Ist der eigene Benziner für E10 freigegeben, ist die Sorte in der Regel günstiger als E5. Zusätzlich lohnt es sich, den Tankstopp zeitlich zu planen – nach der aktuellen ADAC-Auswertung möglichst kurz vor 12 Uhr.

Verwendete Quellen: ADAC, Verband der Automobilindustrie (VDA)