Für die kalte JahreszeitHeizkosten sparen? Wie smarte Lösungen dabei helfen können

Unter anderem mit smarten Geräten für den Heizkörper lassen sich Kosten eindämmen.
Unter anderem mit smarten Geräten für den Heizkörper lassen sich Kosten eindämmen.
iStock via Getty/BartekSzewczyk

Im Herbst und Winter kommen in deutschen Haushalten wieder verstärkt die Heizungen zum Einsatz. Smarte Geräte können auf unterschiedliche Weise dabei helfen, entstehende Kosten zu mindern.

Sich ein smartes Zuhause einzurichten, macht nicht nur vieles komfortabler, sondern kann auf lange Sicht auch bares Geld sparen. Wenn in der kalten Jahreszeit in Deutschland die Heizkörper wieder aufgedreht werden, bieten sich unterschiedliche smarte Lösungen an, um insbesondere die Heizkosten zu senken. Daneben können Verbraucherinnen und Verbraucher auch bei Stromverbrauch und Co. sparen.

Das zeigt sich beispielsweise auch in der Wahrnehmung von Verbraucherinnen und Verbrauchern - etwa in einer kürzlich im Auftrag des Branchenverbands Bitkom durchgeführten Umfrage unter 1.159 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 597 Smart-Home-Nutzerinnen und -Nutzer.

In 58 Prozent der Haushalte der Befragten, in denen Smart-Home-Technik zum Einsatz kommt, sei der Strom- und Energieverbrauch gesunken. 43 Prozent der Smart-Home-Bewohner gaben an, dass sich durch die Technik ihrer Meinung nach Energiekosten spürbar senken lassen. 70 Prozent glauben demnach sogar, dass das Smart Home für eine erfolgreiche Energiewende unverzichtbar ist.

Einsparpotenzial gibt es fast überall

Haustür, Strom, Wasser, Heizen... für so ziemlich jeden Winkel im eigenen Zuhause gibt es inzwischen smarte Lösungen - von Überwachungskameras und Türschlössern, über Rollläden, Steckdosen und Beleuchtung bis hin zu Gartenbewässerung, Thermostaten oder Steuerungen für die Fußbodenheizung. Viele der Geräte helfen beim Kostensparen und sind von unterschiedlichsten Marken zu finden.

Es gibt rein auf Smart-Home-Produkte spezialisierte Unternehmen wie etwa Eve Systems, die ihren Hauptsitz in München haben. Auf dem breiten Markt mischen beispielsweise aber auch anderweitig bekannte Namen wie Amazon, Bosch, Philips, Blaupunkt, Google und Co. entweder direkt oder über Tochtermarken mit.

Aufs Heizen bezogen können Verbraucherinnen und Verbraucher beispielsweise mit smarten Heizkörperthermostaten von Bosch oder dem Eve Thermo sparen. Bei entsprechenden Lösungen lassen sich häufig ganze Zeitpläne erstellen oder die Temperatur wird gesenkt, wenn niemand zuhause ist. Auch können die Systeme teils erkennen, ob gerade das Fenster geöffnet ist - entweder über einen Temperaturabfall oder über zusätzliche Sensoren am Fenster. Dann kann das Heizen automatisch pausiert werden. Bedient werden die Geräte häufig sowohl direkt am Thermostat selbst als auch über eine entsprechende App des jeweiligen Herstellers.

Daneben gibt es auch nicht-smarte, programmierbare Thermostate, bei denen dann allerdings beispielsweise auf eine Bedienung per App verzichtet werden muss. Wie viel Nutzerinnen und Nutzer sparen können, hängt dabei vom eigenen Heizverhalten ab, weswegen keine pauschale Ersparnis genannt werden kann.

Warum das alles grundsätzlich beim Kostensparen hilft? Laut Umweltbundesamt kann bereits ein Grad weniger auf dem Thermostat etwa sechs Prozent an Heizkosten sparen. Ein Vorteil: Im Gegensatz zu Steuerungen für die ganze Heizungsanlage können Mieterinnen und Mieter Thermostate in der Regel auch ohne Zustimmung des Vermieters installieren. Außerdem sind sie in der Anschaffung deutlich günstiger. Zwar werden die Kosten dem Umweltbundesamt zufolge ebenso für gewöhnlich vom Mietenden getragen, die Nutzung (auch einfacher) programmierbarer Thermostate könne aber rund zehn Prozent an Energie sparen.

Auch anderweitig von analog zu digital

Bevor man anfängt, andere alte Geräte mit smarten Alternativen aufzurüsten oder ganz auszutauschen, lohnt es sich, die größten Energiefresser ausfindig zu machen. Zwischenstecker, die den Stromverbrauch im aktiven und im Stand-by-Betrieb messen, helfen beispielsweise dabei. Über smarte Bewegungssensoren geht unterdessen das Licht an, wenn man den Flur betritt. Bewegt sich nichts mehr, gehen die Lampen kurz darauf auch wieder automatisch aus. Wasser lässt sich zum Beispiel mit smarten Duschköpfen sparen.

Wer sich smarte Zwischenstecker oder Steckdosen anschafft, kann diese so programmieren, dass zum Beispiel die Kaffeemaschine nur am Morgen mit Strom versorgt oder der Fernseher über Nacht quasi ganz vom Netz genommen wird. Allerdings bedeutet das zeitgesteuerte Abschalten nicht automatisch eine Ersparnis. Entscheidend ist hier, wie hoch der Stand-by-Verbrauch im Vergleich zum Eigenverbrauch der smarten Steckdose oder Steckdosenleiste ist.

(wue/spot)