Erste Hilfe für den GartenBrauner Rasen nach Hitzewelle? Warum jetzt noch nichts verloren ist

Viele Gartenbesitzer fragen sich derzeit verzweifelt: War’s das jetzt für meinen Rasen?
Viele Gartenbesitzer fragen sich derzeit verzweifelt: War’s das jetzt für meinen Rasen?
Anja Blanuscha

Totalschaden oder alles noch im grünen Bereich?
Die Hitzewelle hat in vielen Gärten deutliche Spuren hinterlassen. Statt einer grünen Rasenfläche sehen viele Gartenbesitzer inzwischen nur noch braune Halme. Schnell kommt die Sorge auf, dass der Rasen endgültig kaputt ist. In den meisten Fällen gibt es Entwarnung, dennoch gilt es ein paar Dinge zu beachten.

Wenn der Rasen in den Schlafmodus geht

Geraten Gräser durch große Hitze und anhaltende Trockenheit unter Stress, schalten sie in einen Überlebensmodus. Die Halme vertrocknen und verfärben sich braun, damit möglichst wenig Wasser verloren geht. Die Wurzeln im Boden bleiben dabei häufig unbeschädigt und können nach Regen oder ausreichender Bewässerung wieder austreiben. Heißt: Ein brauner Rasen ist nicht zwangsläufig tot, sondern macht nur eine Pause.

Richtig Wässern: Weniger ist mehr!

Wer dem Rasen helfen möchte, sollte vor allem einen häufigen Fehler vermeiden. Tägliches, kurzes Sprengen bringt kaum etwas. Das Wasser erreicht die tieferen Wurzeln nicht und verdunstet oft schon an der Oberfläche.

Besser ist es, den Rasen nur ein- bis zweimal pro Woche intensiv zu wässern. Experten empfehlen dabei etwa 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter. Ideal sind die frühen Morgenstunden. Dann ist der Boden noch kühl und das Wasser kann besser einsickern.

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Beim Mähen lieber Geduld haben

Während einer Hitzewelle sollte der Rasen möglichst gar nicht gemäht werden. Die Gräser stehen ohnehin unter Stress und benötigen ihre Kraft für die Regeneration. Wenn die Temperaturen wieder sinken, gilt: lieber etwas länger stehen lassen. Eine Schnitthöhe von fünf bis sieben Zentimetern schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung und hilft dabei, Feuchtigkeit länger zu speichern.

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Wann wird der Rasen wieder grün?

Haben die Wurzeln die Trockenheit überstanden, zeigen sich häufig schon nach etwa einer Woche erste frische grüne Triebe. Bis die gesamte Fläche wieder dicht bewachsen ist, können allerdings mehrere Wochen vergehen.

Bleiben einzelne Stellen dauerhaft braun, hilft ein einfacher Wurzeltest. Mit einem Spaten lässt sich ein kleines Stück Rasen ausstechen. Weiße und feste Wurzeln sind ein gutes Zeichen. Sind sie dagegen trocken und brüchig, ist dieser Bereich abgestorben. Solche kahlen Stellen lassen sich im Herbst durch Vertikutieren und Nachsäen meist problemlos erneuern.

Wo eben noch sattes Grün war, breitet sich jetzt in vielen Gärten eine braune Fläche aus.
Während einer Hitzewelle sollte der Rasen möglichst gar nicht gemäht werden.
Anja Blanuscha

Auf Dünger sollte während großer Hitze dagegen verzichtet werden. Er belastet die ohnehin geschwächten Gräser zusätzlich.

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Geduld zahlt sich meist aus

Ein brauner Rasen nach einer Hitzewelle sieht zwar dramatisch aus, ist aber häufig noch zu retten. Wer jetzt tiefgründig wässert, den Mäher zunächst stehen lässt und etwas Geduld mitbringt, kann sich in vielen Fällen schon nach den nächsten Regenfällen wieder über sattes Grün freuen.

Verwendete Quellen: rasenkante24.de, rasenwelt.de, compo, Samenhaus.de