Bestseller-Autor Michael Nast erklärtDarum sollten wir den Begriff „Date” abschaffen!

Seine Worte geben einen völlig neuen Blick auf die Liebe!
Na, wie viele Dates hattet ihr schon in diesem Jahr? Wenn es nach Michael Nast (51) ginge – gar keins! In seinem neuen Buch „Generation Dating Burnout“ erklärt er, warum die Liebe scheitert, bevor sie beginnt. Im Gespräch mit RTL.de verrät er, weshalb wir das Wort „Date“ eigentlich abschaffen sollten.
Michael Nast über den Begriff „Date“ und was wir dabei eigentlich suchen
Michael Nast hat gerade viel zu tun und das nicht, weil er von einem Date zum nächsten hetzen würde – das war vielleicht früher mal so. Anfang 2026 ist sein neues Buch erschienen und seither sind seine Dates eher Interviews. Nichtsdestotrotz hat er sich Zeit genommen und grüßt mit seinem berlinerischen Akzent. In seinem Buch schreibt und beschreibt er unzählige Dates. Dates, die ihn letztendlich in eine Art Dating-Burnout geführt haben.
Inzwischen ist für ihn klar: Den Begriff „Date“ sollte es vielleicht gar nicht mehr geben. „Um heute wirklich wen kennenzulernen, sollte man den Begriff Date eigentlich umgehen. Denn „Date“ erzeugt zu viel Druck. Ich finde, man sollte aufhören, sich zu daten und stattdessen zu begegnen.“ Obwohl er davon überzeugt war, sich nach einer Beziehung zu sehnen, fanden Dates bei ihm vor allem auf sexueller Ebene statt. „Man sieht ja dabei häufig gar nicht den Menschen, sondern nur jemanden, mit dem man schlafen kann“, führt er aus. Zugleich funktionierten seine „Dates“ oftmals nur in Kombination mit Alkohol. „Auch ein Punkt, den er heute kritisch sieht.

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„Ich würde diese Begegnung nicht mit Alkohol verbinden. Ich würde mich wahrscheinlich zu einem Brunch oder Mittagessen treffen. Also einfach eine normale Tageszeit wählen.“
Zugleich gibt es inzwischen nicht mehr nur die EINE Liebes-Konstellation. Ein Punkt, den auch Nast in den vergangenen Jahren feststellen musste. Manchmal dachte er, dass es um eine Beziehung gehen würde, und fand sich plötzlich in einer Affäre wieder. „Wenn man sich datet, muss man sich fragen, was man da eigentlich macht und worum es geht. Das habe ich jahrelang falsch gemacht.” Früher habe er immer versucht, die andere Person von sich zu überzeugen, durch die Talente, die man hat. Am Ende geht es doch um die Frage, ob ich mit der anderen Person mein Leben teilen möchte. Es geht darum, die Welt durch die Augen der Person zu sehen. Ob einem diese Welt gefällt.“
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Problem: Die meisten Menschen sind auf sich bezogen. „Man stellt sich als Single immer seinen Traumpartner bzw. seine Traumpartnerin vor. Das sind aber Ideen, die eigentlich alle nur etwas mit einem selbst zu tun haben.“ Umso wichtiger sei es, aus diesem Rad herauszukommen. Etwas, was gar nicht so einfach ist, vor allem, wenn man Dating-Apps nutzt. Die meisten Dating-Apps seien laut Nast voller Egoisten, die alle nur nach einem Muster suchen würden, aber nicht nach dem Menschen, der wirklich zu ihnen passt. „Die meisten daten sich, um unbewusst etwas aufzuarbeiten. Da geht es nicht um Menschen, da geht es um Trigger.“
Michael Nast: Beziehung bedeutet, etwas gemeinsam zu kreieren
Nast erklärt: „Aus meiner Sicht geht es um zwei Menschen, die etwas Drittes gemeinsam kreieren, und das ist dann die Beziehung. Dieser Gedanke hilft sehr dabei, sich von alten Vorstellungen zu lösen, auch von Erwartungen an die andere Person. Man muss dann wirklich sagen: Okay, wir machen was Neues.“
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































