Öko-Test macht den VergleichGlänzend! Diese günstige Haarmaske ist Testsieger

Blonde Frau trägt Haarspülung auf
Blonde Frau trägt Haarspülung auf
114945152, Piotr Marcinski - stock.adobe.co

Einmal Wellness für die Haare, bitte!
Gerade bei trockenen Spitzen und strapazierten Längen sollen Haarkuren und -masken für Glanz, Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit sorgen. Doch der aktuelle Öko-Test zeigt: Ein hoher Preis ist noch lange kein Garant für gute Pflege. Während zahlreiche günstige Produkte die Bestnote bekommen, fällt ausgerechnet Marken-Maske komplett durch.

Aldi-Haarmaske ist Preis-Leistungs-Sieger

Insgesamt hat Öko-Test 32 Haarkuren und -masken aus Drogerien, Discountern, Supermärkten und Onlineshops untersucht, darunter acht zertifizierte Naturkosmetik-Produkte. Im Labor wurden unter anderem allergisierende Duftstoffe, problematische Moschusverbindungen und weitere bedenkliche Inhaltsstoffe überprüft. Auch Kunststoffverbindungen in der Rezeptur und der in der Verpackung verwendete Anteil an Recycling-Material flossen in die Bewertung ein.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 19 der 32 Produkte erhalten insgesamt ein „sehr gut“. Besonders günstig ist die Lacura Hair Haarmaske Hyaluron von Aldi für 98 Cent pro 150 Milliliter. Ebenfalls mit Bestnote bewertet wird die Balea Professional Oil Repair Intensiv Haarmaske von dm für 1,38 Euro pro 150 Milliliter.

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Teure Markenmaske enttäuscht

Deutlich schlechter läuft es für die Herbal Essences Haarmaske Repair Marokkanisches Arganöl (Procter & Gamble, 2,50 Euro pro 150 ml). Sie bekommt nur ein „mangelhaft“. Kritisiert wird unter anderem der künstliche Moschusduft Galaxolid: Der Stoff kann sich laut Öko-Test im Fettgewebe anreichern, gilt als leberschädigend und wird von der EU-Kommission derzeit darauf geprüft, ob er als „wahrscheinlich fortpflanzungsschädigend” eingestuft werden soll.

Die Neqi Mask Repair Reveal (5,97 Euro pro 150 ml) fällt mit dem Gesamturteil „ungenügend“ komplett durch. Im Labor wurde das Konservierungsmittel Chlormethylisothiazolinon, kurz CIT, nachgewiesen. Die Verbindung gilt als stark hautsensibilisierend und kann allergische Reaktionen auslösen. Zusätzlich enthält die Maske den UV-Filter Ethylhexylmethoxycinnamat, kurz EHMC oder Octinoxat. Der Stoff kann die Hormonaktivität beeinflussen und zeigte laut Öko-Test sowohl in Tierversuchen als auch bei Untersuchungen an menschlichen Zellen hormonwirksame Eigenschaften.

Auch Silikone bleiben im Test ein Thema: In knapp einem Drittel der Produkte stecken entsprechende Kunststoffverbindungen. Sie legen sich wie ein Film um das Haar und lassen es glatter und glänzender erscheinen. Öko-Test kritisiert jedoch, dass dieser Effekt die Pflege nur optisch vortäusche und die Stoffe zudem in der Umwelt schwer abbaubar seien.

Verwendete Quelle: Öko-Test