Beauty-Tech für die KopfhautHaarausfall? Dieses Gerät setzt auf Rotlichttherapie

Rotlichts Maske Gesicht
Rotlichttherapie gibt es nicht nur für das Gesicht, sondern auch für die Haare.
Getty 2026

Kann ein LED-Helm das Haarwachstum unterstützen?
Haarausfall kann viele Ursachen haben und ist für viele ein sensibles Thema. Neben der passenden Routine rückt deshalb Beauty-Tech für die Kopfhaut in den Fokus. Der Currentbody Skin LED-Helm gegen Haarausfall nutzt Rotlicht und ist für alle interessant, die ihre Haarpflege um eine technische Anwendung ergänzen möchten.

Rotlicht für die Kopfhaut in nur zehn Minuten

Der Helm ist mit 120 Rotlicht-LEDs ausgestattet und deckt die gesamte Kopfhaut ab. Die Anwendung ist unkompliziert: Aufsetzen, Timer starten und zehn Minuten abwarten. Laut Currentbody arbeitet das Gerät mit Wellenlängen zwischen 620 und 660 Nanometern und wurde für die Anwendung bei androgenetischer Alopezie entwickelt. Dahinter steckt der weit verbreitete erblich bedingte Haarausfall, der sowohl Männer als auch Frauen betreffen kann.

Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

So wird der LED-Helm Teil der Pflegeroutine

Für die Anwendung empfiehlt der Anbieter eine tägliche Sitzung über 16 Wochen. Erste Veränderungen können laut Hersteller nach zwölf bis 16 Wochen sichtbar werden. Der Helm ist in zwei Größen erhältlich und damit auf unterschiedliche Kopfumfänge abgestimmt. Wer lichtempfindliche Medikamente einnimmt, an einer lichtempfindlichen Erkrankung leidet oder auffällige Hautveränderungen hat, sollte die Anwendung vorab ärztlich abklären.

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Funktioniert Rotlicht gegen Haarausfall?

Ganz aus der Luft gegriffen ist das Prinzip nicht: Die sogenannte Low-Level-Light-Therapie wird bereits seit einigen Jahren bei erblich bedingtem Haarausfall untersucht. Auch für den Currentbody-Helm liegen erste Daten vor. In einer 84-tägigen Untersuchung mit 31 Personen wurde das Gerät laut Hersteller täglich zehn Minuten angewendet. Laut den von Currentbody veröffentlichten Ergebnissen nahm die gemessene Haardichte dabei um 26,1 Prozent zu, während sich auch beim Haarausfall Verbesserungen zeigten.

Die Ergebnisse klingen vielversprechend, sollten aber mit etwas Vorsicht betrachtet werden. Die Untersuchung ist mit 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vergleichsweise klein und die veröffentlichten Angaben beschreiben keine placebokontrollierte Vergleichsgruppe. Ein garantierter Erfolg lässt sich daraus also nicht ableiten.

Wie schlägt sich der LED-Helm in der Praxis?

Dass Geduld gefragt ist, zeigt auch ein unabhängiger Langzeittest des US-Magazins Wired. Nach rund zwölf Wochen täglicher Anwendung bemerkte die Testerin zwar keine dramatische Veränderung, dafür fühlte sich ihr Haar voller an und am Haaransatz waren neue kurze Haare zu erkennen. Positiv bewertet wurden die einfache Bedienung und die Möglichkeit, während der zehnminütigen Anwendung über die integrierten Bluetooth-Kopfhörer Musik zu hören.

Ganz ohne Nachteile kommt der Helm im Alltag allerdings nicht aus. Selbst die kleinere Variante fällt laut Test recht groß aus, außerdem können demnach Teile im Inneren beim Absetzen an den Haaren ziehen. Die größte Herausforderung dürfte jedoch die Konsequenz sein: Für sichtbare Ergebnisse muss der Helm über Monate regelmäßig verwendet werden. Wer eine schnelle Lösung gegen Haarausfall erwartet, ist hier also falsch.

Fazit: Eine technische Ergänzung bei Haarausfall

Der Currentbody LED-Helm macht die Rotlichttherapie mit zehn Minuten pro Tag vergleichsweise einfach in den Alltag integrierbar. Erste Untersuchungen und unabhängige Praxiserfahrungen deuten darauf hin, dass die regelmäßige Anwendung das Haarwachstum bei bestimmten Formen von Haarausfall unterstützen kann. Wunder sollte man allerdings nicht erwarten: Sichtbare Veränderungen brauchen mehrere Monate und ein Erfolg ist nicht garantiert.

Rotlichttherapie ist außerdem nicht die einzige Behandlungsoption. Für erblich bedingten Haarausfall gibt es insbesondere bei Männern auch etablierte medikamentöse Therapien. Wer stärkeren Haarverlust feststellt, sollte deshalb ärztlich abklären lassen, welche Behandlung im individuellen Fall sinnvoll ist.

Interessant ist der Helm daher vor allem für alle, die bereit sind, die Anwendung konsequent in ihre tägliche Routine einzubauen. Angesichts des hohen Preises sollte die Entscheidung jedoch nicht allein auf den Herstellerangaben beruhen. Bei stärkerem oder plötzlich auftretendem Haarausfall ist es zudem sinnvoll, zunächst die Ursache ärztlich abklären zu lassen.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, currentbody.de, wired.de

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