Zombie-Tattoo: Nach der Trennung kam die Nadel

Wehmütig schauen sich Stefanie und Robert Wright die Fotos von ihrem Sohn Markus an. Da war er noch ganz brav und anständig. Doch vor etwa sechs Wochen ist der 24-Jährige einen rabiaten Schritt gegangen – er hat sich einen großen Traum erfüllt und sein komplettes Gesicht "verschönern" lassen - mit einem Zombie-Tattoo.

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Die Idee, sich das Gesicht tätowieren zu lassen, habe Markus schon immer gehabt, doch die Trennung von seiner Freundin hat er sich schließlich zum Anlass genommen um das Ganze auch durch zu ziehen. Nach unsagbar vielen Sitzungen beim Tätowierer ist es endlich vollbracht: Markus Wright hat sich in einen Totenkopf verwandelt.

Blöd nur, dass er da nicht der Erste war – und genau deswegen gibt es jetzt Streit in der Tattoo-Szene. Denn Markus soll nur ein billiger Abklatsch 'Zombie-Boy' Rick Genest aus Kanada sein. Der ist inzwischen ein Weltstar, zierte das Cover der japanischen Vogue, arbeitete mit Lady Gaga. Das Zombie-sein ist für ihn eine Lebenseinstellung.

In Markus' Dorf Judenburg ist dieser Streit den Einwohnern ziemlich egal – sie finden es einfach unglaublich, dass er sich das Gesicht überhaupt tätowiert hat.

Auch wenn Markus mit seinem Aussehen die Tattoo-Szene aufzumischen scheint und als Kopie beschimpft wird – ihm geht es mit seiner Gesichts-Tätowierung gut und das ist die Hauptsache.