Ansage an Schumacher und Mazepin

Steiner warnt seine Haas-Rookies: "Dann haben sie ein Problem"

15. Februar 2021 - 21:00 Uhr

Haas setzt schon jetzt voll auf 2022

Viele Sport-Fans freuen sich aus einem besonderen Grund schon auf die neue Formel-1-Saison: Mick Schumacher wird für Haas seine erste Rennzeit in der Oberklasse bestreiten. Haas-Teamchef Günther Steiner hat seine Rookies Mick Schumacher und Nikita Mazepin allerdings davor gewarnt, sich in ihrer Formel-1-Premierensaison gegenseitig in die Karre zu fahren. Schumacher und Mazepin seien natürlich "zwei ehrgeizige, junge Fahrer, die zeigen wollen, wer der Bessere ist", sagte Steiner im Interview mit RTL/ntv: "Wenn sie kämpfen, ohne das Team zu schädigen, habe ich auch kein Problem damit. Nur, wenn sie sich ins Auto fahren, dann kriege ich ein Problem und dann haben sie ein Problem." Welche Pläne Haas mit Schumacher hat, wie der 21-Jährige auf Steiner wirkt, und was der Teamchef von seinen Greenhorns erwartet, sehen Sie oben im Video.

"Mit Vollgas am 22er Auto"

Die Formel-1-Saison 2021 hat noch nicht einmal begonnen – Haas aber setzt jetzt schon voll auf 2022, wenn in der Königsklasse ein neues Reglement gilt. "Unser Ziel ist es, 2022 dahin zu kommen, wo wir 2018 waren (Platz 5, d. Red.)", betonte Steiner. Man stecke daher auch nicht zu viel Zeit und Ressourcen in das Auto für die anstehende Saison, 2021 sei "ein Übergangsjahr".

"Im Windkanal arbeiten wir ab nächster Woche nur noch für 2022. Wenn nicht alles schief geht, machen wir am 2021er Auto gar nichts mehr, sondern fokussieren uns ganz auf das Auto für 2022", sagte der Südtiroler. Auch Updates werde es im Saisonverlauf nicht geben. Stattdessen arbeite man "mit Vollgas am 22er Auto", so Steiner.

 2020 Abu Dhabi GP YAS MARINA CIRCUIT, UNITED ARAB EMIRATES - DECEMBER 10: Mick Schumacher, Haas F1, with Guenther Steiner, Team Principal, Haas F1 during the Abu Dhabi GP at Yas Marina Circuit on Thursday December 10, 2020 in Abu Dhabi, United Arab
Haas-Teamchef Günther Steiner hofft, dass Mick Schumacher 2021 möglichst viel lernt
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Schumi junior soll zwei Jahre bleiben

Entsprechend bescheiden sind die Ziele, die sich Haas für 2021 setzt. "Es wäre ideal, Alfa Romeo und Williams hinter uns zu lassen. Das wird schwierig, es wird wieder ein Fight wie letztes Jahr. Unser Motor (Ferrari, d. Red.) wird sicher besser sein. Den hat Alfa zwar auch drin, aber vielleicht können wir Williams gegenüber etwas aufholen, ansonsten ist im Moment nicht viel mehr drin, weil wir einfach letztes Jahr zu weit weg waren", sagte Steiner.

Sein Fahrer-Duo Schumacher/Mazepin setzt der Teamchef noch nicht unter Druck. Die beiden sollten erst einmal Erfahrung sammeln. "Für mich wäre es ein Erfolg, Ende des Jahres zwei Fahrer zu haben, die viel gelernt haben und bereit sind für 2022, so dass wir dann keine Fehler mehr machen", sagte Steiner.

Man müsse den Frischlingen "ja auch die Chance geben, sich zu entwickeln. Am Ende des Jahres sollten wir immer noch zwei junge, aber eben auch erfahrene Fahrer haben. Zwei 'jung-erfahrene' Fahrer sollten rauskommen", witzelte Steiner.

Schumacher, so der Plan, soll auf jeden Fall zwei Jahre bei Haas fahren. "Nur ein Jahr würde nicht viel bringen. Ein Rookie braucht ein Jahr, muss sich an das Team und an die Formel 1 gewöhnen. Im zweiten Jahr kann man dann Fortschritte machen. Der Fahrer und auch das Team um den Fahrer herum."

Mazepin "hat verstanden"

Der 55-Jährige äußerte sich auch zu Mazepins Grapsch-Skandal Ende des Vorjahres. Der junge Russe hatte auf Instagram einen Clip von sich hochgeladen, in dem er einer jungen Frau an die Brust fasste.

"Wir haben das im Privaten geregelt, ich gehe nicht auf die Details ein. Das war nicht richtig, Nikita hat sich entschuldigt, er weiß, dass es falsch ist und das ist für mich ein Zeichen, dass er es verstanden hat."

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