Grand Prix von ÖsterreichFormel-1-Fahrern droht Gluthitze in Spielberg: „Nicht schön“

Die Ferrari-Fahrer Charles Leclerc (links) und Lewis Hamilton schützen sich im Vorjahr mit einem Schirm und einer Kühlweste vor der Hitze. Auch am Wochenende wird es in Spielberg heiß. (Archivbild)
Die Ferrari-Fahrer Charles Leclerc (links) und Lewis Hamilton schützen sich im Vorjahr mit einem Schirm und einer Kühlweste vor der Hitze. Auch am Wochenende wird es in Spielberg heiß. (Archivbild)
Philipp von Ditfurth/dpa

Hitzewarnung in Spielberg: Die Rennfahrer kämpfen am Wochenende mit heißen Cockpits – doch längst nicht jeder setzt auf Hilfsmittel gegen die herausfordernden Bedingungen.

Erwartete Temperaturen von bis zu 36 Grad bringen auch die Formel-1-Fahrer beim Großen Preis von Österreich an ihre Grenzen. „Es ist nicht schön“, sagte Red-Bull-Pilot Isack Hadjar vor dem Rennen am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) in Spielberg: „Beim Fahren ist es nicht ganz so schlimm, wir haben eine gute Klimatisierung und ein offenes Auto. Am schlimmsten ist es eigentlich, wenn das Auto steht.“

Das Rennen in der Steiermark wurde vom Automobilweltverband Fia bereits offiziell als Rennen mit hoher Hitzegefahr eingestuft. Ab Temperaturen von mehr als 31 Grad Celsius wird diese Warnung herausgegeben. Sowohl am Samstag in der Qualifikation als auch im Rennen einen Tag später soll es richtig heiß werden. Hinter dem Steuer herrschen so problemlos 40 Grad und mehr, die Fahrer müssen einen hohen Flüssigkeitsverlust ausgleichen.

Spezielle Regel erlaubt Kühlwesten im Cockpit

Die neue Hitzeregelung sorgt dafür, dass die Fahrer eine eigens konzipierte Kühlweste verwenden können. Gekühlte Flüssigkeit wird dabei durch ein Leitungssystem in einem feuerfesten Oberteil geführt, die Weste wird unter dem Rennanzug getragen. Sie ist aber nicht verpflichtend zu nutzen. „Ich mag sie nicht“, sagte Hadjar. Den 21-Jährigen stören die zusätzlichen Teile in seinem Cockpit, deswegen wird er auf den Einsatz verzichten.

Österreich ist das erste Rennen in diesem Jahr, das als Grand Prix mit Hitzegefahr eingestuft wurde. „Ich bin Mexikaner, für mich ist das nicht so warm und ich lache ein bisschen über die Europäer. Für mich ist das ziemlich durchschnittlich“, sagte Cadillac-Pilot Sergio Perez derweil. Für Pierre Gasly vom Alpine-Rennstall sei die Hitze zwar unangenehm, aber der Franzose sagte: „Ich bin darauf vorbereitet. Wir wissen, was auf uns zukommt.“

In der Vergangenheit war es bei Formel-1-Rennen auch schon wärmer. Der Hitzerekord von 42,5 Grad Celsius stammt aus dem Jahr 2005 beim Großen Preis von Bahrain.