Fußball-Zwerg gelingt Sensation

Deutschland blamiert sich mit 1:2 gegen Nordmazedonien

Deutschland - Nordmazedonien
Deutschland - Nordmazedonien
© dpa, Federico Gambarini

31. März 2021 - 22:52 Uhr

Handelfmeter gegen Deutschland nicht gepfiffen

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft blamiert sich gegen Nordmazedonien und verliert mit 1:2. Dabei hatte die Mannschaft von Bundestrainer Jogi Löw Glück, dass ein klarer Handelfmeter gegen Deutschland nicht gepfiffen wird. Auf der anderen Seite hilft ein glücklicher Foulelfmeter zum Ausgleich. Kurz vor Schluss schläft die DFB-Abwehr aber und muss dafür teuer bezahlen.

Deutschland - Nordmazedonien 1:2 (0:0)

Tore: 0:1 Pandev (45.+2) 1:1 Gündogan (63. FE) 1:2 Elmas (85.)

Leon Goretzka traf früh die Latte (9.), doch der Gegner stellte sich bald gut ein auf das rechtslastige deutsche Spiel. Über diese Seite sollte Sane wirbeln, Serge Gnabry und Kai Havertz agierten in der Regel zentral. So war Robin Gosens, neben Torwart Marc-Andre ter Stegen der zweite Neue im Team, links auf sich allein gestellt.

Das war nicht die richtige Spielanlage gegen das massive 5-3-2 der Gäste. Auch fehlten zündende Ideen und öffnende Läufe in die Tiefe, Havertz fiel diesmal deutlich ab. Die Umschaltmomente wurden nicht konsequent genug ausgespielt, über die Mitte war kein Durchkommen. Gute Chancen waren selten, Gnabry (27. und 31.) vergab zwei weitere.

"Mit der 10 aufpassen!"

Nordmazedonien wurde von Minute zu Minute frecher, und Neuer-Vertreter ter Stegen warnte lautstark vor Pandev: "Mit der 10 aufpassen!" Bei einem kniffligen Freistoß von Ezgjan Alioski (40.) war er noch zur Stelle. Doch als der Kapitän der "roten Löwen" völlig frei vor ihm auftauchte, war ter Stegen geschlagen.

Löw forderte nach der Pause vehement "Tempo, Tempo!" - und reagierte nach weiteren zähen zehn Minuten mit einem Doppelwechsel: Für Havertz und Gosens kamen Werner und Amin Younes. Doch es war Sane, der den Elfer mit einem Alleingang herausholte.

In der hektischen Schlussphase trieb Löw seine Mannschaft immer wieder an. Doch die kam kaum mehr hinter die dicht gestaffelte Kette der Nordmazedonier, auch Strafraumszenen blieben selten.