Gute Nachrichten für alle Romantiker

Wissenschaftlicher Beweis gefunden: Die Liebe auf den ersten Blick gibt's wirklich!

Ein Mann und eine Frau beim Date im Park.
Was laut neuen Studienergebnissen beim ersten Date und Kennenlernen eine besonders große Rolle spielt? Synchronität.
PetkoDanov MIXMIKE, Mixmike

Ein sanftes Kribbeln im Bauch, das Gefühl, als wäre die Welt viel bunter und das wohlige aufgeregt Sein: Wenn Sie sich bei einem ersten Date schon einmal genau SO gefühlt haben, hat sie zugeschlagen: Die Liebe auf den ersten Blick. Was Romantiker und Zyniker gleichermaßen für Zufall halten, ist tatsächlich messbar. Ein Forscherteam aus Israel hat herausgefunden, dass ein System dahinter stecken könnte. Ganz wichtig: eine erfolgreiche Synchronisation – und das binnen den ersten zwei Minuten. Was genau damit gemeint ist.

Ein israelisches Forschungsteam will den Beweis für die Liebe auf den ersten Blick gefunden haben

Wenn’s um das schönste Gefühl der Welt – die Liebe – geht, stehen sich zwei Lager gegenüber: Die Fraktion „1.000 Mal berührt, 1.000 Mal ist nichts passiert“ und all diejenigen, die auf die Zielgenauigkeit von Amors Pfeil vertrauen. Für diese Fraktion existiert die Liebe auf den ersten Blick wirklich – komme was wolle. Und auch wenn sie belächelt wurden: Vermutlich hatten sie die ganze Zeit recht.

Forscher aus Israel könnten jetzt den wissenschaftlichen Beweis dafür gefunden haben, dass die Liebe auf den ersten Blick tatsächlich existiert. Im „Scientific Reports“ veröffentlichten sie ihre Studie, die zeigt, dass sich bereits in den ersten zwei (!) Minuten eines ersten Treffens herausstellt, ob die beiden Personen romantisches Interesse aneinander haben können oder sich auf sexueller Ebene zueinenader hingezogen fühlen.

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Paare die synchron sind, stehen aufeinander

Im Rahmen eines Speed-Dating-Experiments untersuchten die Wissenschaftler jeweils die ersten Treffen von 46 heterosexuellen Paaren. Während den ersten fünf Minuten der ersten Begegnung zeichneten sie die Muster der elektrodermalen Aktivität der beiden Personen mit einem Armband auf. So können Veränderungen des Hautwiderstands gegenüber elektrischem Strom registriert werden. Diese Methode basiert auf der vom sympathischen Nervensystem simulierten Schweißdrüsenaktivität.

Und: Die Date-Partner wurden bei ihrem Treffen gefilmt, sodass Video-Sequenzen im Nachgang analysiert werden konnten. Reaktionen wie Nicken, Beinverschiebungen und Armbewegungen wurden erfasst; basierend auf diesen Daten berechnete das Team dann die Co-Regulation des Paares während des Dates. Anschließend bewerteten sich die Date-Partner gegenseitig. Ist wirklich ein romantisches Interesse da? Oder hatten potenzielle Schmetterlinge im Bauch nie eine Chance?

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Es zeigte sich, dass das Interesse aneinander besonders groß war bei den Paaren, die die ganze Zeit über sehr synchron und aufeinander abgestimmt waren. „Wir haben festgestellt, dass erfolgreiche Verabredungen durch eine erhöhte elektrodermale Synchronität in den ersten zwei Minuten gekennzeichnet sind", erklärten die Autoren der Studie. Ihnen zufolge seien die Ergebnisse Beweis dafür, dass eine soziale Anpassung des sympathischen Nervensystems und des motorischen Verhaltens stattfindet, wenn sich zwei Menschen sexuell und romantisch anziehend finden. Dies gilt für beide Geschlechter, aber: Der Grad der Synchronität unterscheide sich voneinander. Frauen fühlten sich, laut der Studie, mehr zu Männern hingezogen, die ein hohes Maß an Synchronität zeigten. (vdü)