Bei heißem Wetter droht Explosion

Brandgefahr durch Desinfektionsmittel im Auto

Auch im Auto sollte man sich in Coronazeiten immer wieder die Hände desinfizieren. Aber lassen Sie das Desinfektionsmittel im Sommer besser nicht im Auto!
© iStockphoto

23. Mai 2020 - 15:12 Uhr

US-Feuerwehr warnt vor Leichtsinn

Eine Feuerwehr aus dem US-Bundessaat Wisconsin warnt davor, Desinfektionsmittel an heißen Tagen im Auto liegen zu lassen. Mit einem Facebook-Post macht das Western Lakes Fire District auf die Gefahren aufmerksam.

Alkohol ist leicht entflammbar

Gerade in Coronazeiten ist es ein unbedingtes Must-Have für zu Hause und unterwegs: das Desinfektionsmittel. Doch auch wenn es eigentlich gegen Viren helfen soll, kann auch das Desinfektionsmittel selbst eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Die Erklärung des Western Lakes Fire District aus Wisconsin in den USA ist denkbar einfach: die meisten Desinfektionsmittel basieren auf Alkohol. Und der sei leicht entflammbar. Besonders gefährlich werde es, wenn sich das Desinfektionsmittel in der Nähe von Feuer befinden würde. Wer in seinem Auto raucht, sollte also besser kein Desinfektionsmittel neben sich liegen haben. Und auch beim Grillen im Garten sollte die Hygienemittel ganz weit weg stehen, so die Feuerwehr.

Wasserflaschen nicht im Auto liegen lassen!

Doch das ist nicht die einzige Brandgefahr, vor der die Feuerwehrleute aus Wisconsin bei heißem Wetter warnen: auch gefüllte Wasserflaschen hätten an heißen Tagen auf keinen Fall etwas im Auto zu suchen.  WIE brandgefährlich gefüllte Wasserflasche in Autos bei Sommerhitze sind, sehen Sie in diesem erschreckenden Video. 

Kritiker bezweifeln die Brandgefahr

Allerdings sehen nicht alle die Brandgefahr durch Desinfektionsmittel so wie die Feuerwehr aus Wisconsin: Als der Beitrag in den sozialen Medien verbreitete, meldeten sich einem Bericht des amerikanischen Lokalsenders CBS 7 zufolge kritische Stimmen zu Wort, dass Desinfektionsmittel erst bei einer Temperatur von etwa 150 Grad Celsius verbrennen würde. Ein Auto könnte jedoch lediglich rund 70 Grad warm werden. Die Feuerwehr aus Wisconsin bleibt jedoch bei ihrer Warnung. "Es ist bekannt, dass klare Wasserflaschen das Licht so weit fokussieren, dass sie das Wasser kochen und explodieren. Das ist genauso bei anderen Substanzen möglich, wenn sie auf extreme Temperaturen erhitzt werden", argumentiert die Feuerwehr. 

Gesichtsmaske bloß nicht in der Mikrowelle reinigen

Und noch eine Brandgefahrenquelle lauert in Coronazeiten: so warnt die Münchner Feuerwehr davor, den Nasen-Mundschutz nach dem Tragen zur Desinfektion in die Mikrowelle zu geben. Bei Masken mit einem Drahtbügel droht ebenfalls Brandgefahr! Ähnlich ist es, wenn Sie Ihre Masken mit Desinfektionsspray besprüht haben.