"In der Formel 1 habe ich schon alles erlebt"

Wirbel um Lewis Hamilton: F1-Experte Ebel schätzt die Spekulationen ein

Studiogast Kai Ebel.   Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.
Kai Ebel ordnet die Spekulationen um Lewis Hamilton ein.
TVNOW / Stefan Gregorowius

In der Formel 1 wird nach dem Großen Preis von Aserbaidschan wieder einmal eifrig über den Bouncing-Effekt debattiert. Lewis Hamilton machte das Hüpfen seines Mercedes-Boliden ganz besonders zu schaffen. Doch wie stark waren die Schmerzen beim Rekord-Weltmeister wirklich?

Schwere Vorwürfe von Red Bull

Der Stadtkurs von Baku machte das Bouncing-Problem wieder einmal deutlich. Zahlreiche Fahrer klagten über das Hüpfen der Autos auf den langen Geraden. Lewis Hamilton wählte dabei die deutlichsten Worte. "Ich habe mich einfach durchgebissen aufgrund der Schmerzen und des Adrenalins", sagte der Brite am Sonntag: "Ich kann gar nicht sagen, wie viel Schmerzen man dabei hat, vor allem auf den Geraden. Und am Ende betet man einfach nur, dass es aufhört."

Lese-Tipp: Technikchef fällt erschreckendes Urteil über Mercedes

Als Resultat wird dieser Tage erneut über mögliche Regeländerungen diskutiert, die den Effekt verringern sollen. Eine schnelle Lösung scheint aber nicht in Sicht. Währenddessen wird darüber diskutiert, wie stark Hamiltons Schmerzen wirklich waren. Red-Bull-Teamchef Christian Horner warf den Silberpfeilen vor, den 37-Jährigen noch dazu zu animieren, sich ausufernd über die hüpfenden Boliden zu beschweren.

"Die Wahrheit kennen nur Mercedes und Lewis"

Klagt Hamilton also nur so laut, um die Formel 1 zu möglichen Regeländerungen zu bewegen? Kai Ebel gab sich im Gespräch mit "Champ1" nun diplomatisch. Die Spekulationen seien "schwer zu beurteilen. In der Formel 1 habe ich schon alles erlebt und da kann man auch nicht sagen: 'Alles was da passiert ist immer ehrlich und es wird keine Symbolpolitik gemacht'", fügte Ebel an. Deshalb halte er "alles für möglich", wollte sich der 57-Jährige nicht festlegen.

Lese-Tipp: Jammer-Vorwürfe gegen Mercedes und Hamilton

"Die Wahrheit kennen nur Mercedes und Lewis Hamilton. Nur er weiß, wie groß seine Schmerzen waren, als er ausgestiegen ist. Wenn es so mega-schlimm ist, dann hätte er meiner Meinung nach ja auch schon früher aussteigen können oder vielleicht sogar müssen", so Ebel. Am Wochenende gastiert die Formel 1 in Kanada. Hamilton will nach eigener Aussage in Montreal wie geplant an den Start gehen. (tno mit sport.de)