Wie man sich bei Unfällen mit Tieren richtig verhält

Wildunfall in Wipperfürth: Autofahrerin (26) weicht Rehen aus - und wird selbst schwer verletzt

Das Auto der jungen Frau ist nach dem Ausweichmanöver nur noch Schrott.
Das Auto der jungen Frau ist nach dem Ausweichmanöver nur noch Schrott.
Polizei Oberbergischer Kreis

Ihre Tierliebe wurde einer 26-Jährigen in Wipperfürth zum Verhängnis: Die junge Frau wollte einen Wildunfall verhindern und landete dabei selbst im Graben. Ihr Auto ist nach dem missglückten Ausweichmanöver komplett zerstört, sie selbst musste ins Krankenhaus.

Wipperfürth: Autofahrerin weicht Rehen aus

Wildunfall
Frühjahr und Herbst sind die klassischen Jahreszeiten für Wildunfälle. Gerade in waldigen Gebieten raten Experten morgens und abends, vorsichtig zu fahren.
deutsche presse agentur

Gegen 23:30 Uhr war die 26-Jährige auf der B506 Richtung Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen) unterwegs, als plötzlich Rehe vor ihr auftauchten. Die junge Frau weicht den Tieren aus. Ein Fehler, wie auch Experten sagen.

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Einen Zusammenstoß mit den Tieren konnte sie so zwar verhindern, aber ihr Auto überschlug sich. Die Frau zog sich so schwere Verletzungen zu, meldet die Polizei Oberbergischer Kreis, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Am Auto entstand erheblicher Sachschaden.

Wildunfälle häufig in Herbst und Frühling

Am größten ist die Gefahr von Unfällen mit Rehen, Wildschweinen und Co im Frühjahr und Herbst auf Routen entlang von Waldabschnitten und an Feldrändern. Jährlich gibt es in Deutschland etwa 300.000 Wildunfälle, im Jahr 2020 wurden dabei 2.600 Menschen laut statistischen Angaben verletzt. Sieben Menschen starben.

Das Problem: Wildtiere können nicht einschätzen, wie schnell Autos fahren und springen auch dann vor ein Fahrzeug, wenn es nur wenig entfernt ist. Der ADAC rät darum:

  • Fahren Sie sofort deutlich langsamer oder bremsen Sie sogar ganz ab, wenn Sie ein Tier am Straßenrand sehen.
  • Schalten Sie das Fernlicht aus. Dieses blendet das Tier, sodass es dann unter Umständen genau vor Ihrem Auto stehenbleibt.
  • Hupen Sie zusätzlich. In den meisten Fällen wird das Wild dadurch verscheucht
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(dpa/lha)