Wieso die Plattform immer beliebter wird und welche Risiken sie birgt

Wie Instagram, nur nackter: Was steckt hinter „Onlyfans“?

Die Plattform "Onlyfans" ist beliebt dafür, mit sexy Bildern Geld zu verdienen
© iStockphoto, Jasmina007

09. Juli 2020 - 16:04 Uhr

Onlyfans: Mit freizügigen Inhalten Geld verdienen

Die Social-Media-Plattform Onlyfans ist zurzeit in aller Munde. Besonders bei Influencern, Models und Erotik-Sternchen wird die Plattform immer beliebter. Der Grund: Dort können sich User viel freizügiger präsentieren als auf Instagram und Co. – und mit ihren Inhalten auf recht einfache Weise Geld verdienen. Ex-"Sommerhaus der Stars"-Teilnehmerin Geogina Fleur sorgte beispielsweise zuletzt bei ihren Fans für Aufsehen, weil sie aufreizende Clips von sich für rund 180 Euro auf der Plattform anbietet. Auch YouTuberin Kelly missesvlog hatte Onlyfans jüngst in einem Selbstversuch getestet und mit ihren Bildern in kürzester Zeit rund 5.000 Euro verdient!

Doch neben diesen scheinbaren Vorteilen birgt die Nutzung des Webdienstes auch Risiken...

Wie funktioniert Onlyfans?

Wie bei Facebook oder Instagram können sich auch Onlyfans-Mitglieder nach der Anmeldung ein eigenes Profil erstellen, anderen Nutzern folgen und deren Inhalte kommentieren. Im Gegensatz zu werbefinanzierten Social-Media-Plattformen können Nutzer ihren Followern (hier heißen sie Fans) jedoch Fotos oder Videos gegen Geld zur Verfügung stellen. Die Plattform selbst wirbt damit, dass User dort "Tutorials, Tipps, Behind-The-Scenes-Material oder einfach unendlich viele Selfies" anbieten können. Da die Inhalte jedoch, was Nacktheit und Freizügigkeit angeht, nicht so streng reglementiert werden wie in anderen sozialen Medien, ist Onlyfans unter anderem zu einem beliebten Netzwerk für Erotikstars geworden, die ihren expliziten Content auf Instagram und Co. nur stark zensiert teilen dürfen.

Der Selbstversuch von Kelly missesvlog zeigt: Das Geld ist leicht gemacht. Mit gerade einmal 277 Fans, die ihre Bilder für 25 Dollar im Monat abonnierten, nahm die YouTuberin in kurzer Zeit insgesamt fast 5.700 Dollar ein.

Die Gefahren von Onlyfans

Wer das Konzept der Plattform attraktiv findet und dort auch selbst Bilder oder Videos von sich teilen möchte, sollte sich darüber bewusst sein, dass das hochgeladene Material noch eine viel breitere Öffentlichkeit erreichen könnte. Denn für Onlyfans gilt dasselbe wie für alle anderen Social-Media-Plattformen: Was einmal im Netz gelandet ist, kann nur schwer bis gar nicht entfernt werden. Zwar sollen Clips, die über das Portal hochgeladen werden, nur angemeldeten und zahlenden Usern zur Verfügung stehen, doch die Weiterverbreitung des Materials durch Abfilmen und Screenshotten kann natürlich nicht verhindert werden. Auch YouTuberin Kelly missesvlog resümiert nach ihrem Selbstversuch, dass die Konsequenzen der Verbreitung ihrer erotischen Bilder für ihre Karriere nur schlecht absehbar sind: "Mittendrin hat sich in mir die Angst aufgetan: Was ist mit Marken, mit denen ich zusammenarbeiten möchte? Werden die ein Problem damit haben? Was sagen Medien dazu?"