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Wie geht's weiter bei der CDU? Laschet berät mit engstem Führungszirkel

Wie geht's weiter bei der CDU?

Laschet berät mit engstem Führungszirkel

News Themen der Woche KW40 News Bilder des Tages Pressestatement von Armin Laschet im Konrad-Adenauer-Haus zur aktuellen Situation Aktuell, 07.10.2021, Berlin, Armin Laschet Ministerpraesident von Nordrhein-Westfalen, CDU-Vorsitzender und Kanzlerkand
Armin Laschet will die CDU inhaltlich erneuern, bevor er von der politischen Bühne verschwinden könnte.
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Laschet will Plan vorstellen

CDU-Chef Armin Laschet hat bereits seinen Rückzug aus der ersten Reihe angedeutet. Vorher will er seiner Partei Pläne zur personellen und inhaltlichen Erneuerung vorstellen. Aber wie soll die die Generalüberholung der Union aussehen? Erste Gespräche gab es schon vor dem offiziellen Teil. Und in der Partei gibt es unterschiedliche Auffassungen.

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Beratungen im engsten Führungszirkel

Laschet stellt der Parteispitze - von 9 Uhr an dem Präsidium, und ab 11 Uhr dann dem größeren Vorstand - seine Pläne nach dem historischen Desaster bei der Bundestagswahl vor. Zuvor wurde aber schon im engsten Führungszirkel der CDU beraten. Dabei sollen unter anderem Generalsekretär Paul Ziemiak und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gewesen sein. Dabei könnte es auch um die Frage gegangen sein, wie die Partei künftig ihre Mitglieder an der Basis stärker einbinden will.

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Kuban: "Mitglieder viel selbstbewusster"

Tilman Kuban, Vorsitzender der Jungen Union, sagte zum Beispiel: „Wir müssen schon sehen, dass unsere Mitglieder heute viel selbstbewusster geworden sind, als das vielleicht noch vor ein paar Jahren der Fall gewesen ist. Und so entsteht natürlich auch ein Wunsch danach, mitzuentscheiden und nicht nur darüber mitzudiskutieren und mitzureden. Und diesem Wunsch müssen wir schon nachkommen, wenn wir am Ende eine moderne Volkspartei sein wollen und wenn wir attraktiv für neue, gerade auch junge Mitglieder sein wollen.“

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Umfangreiche Mitgliederbeteiligung gefordert

Diskutiert werden soll auch die Frage werden, wie ein künftiger CDU-Vorsitzender bestimmt werden könnte: „Wir brauchen jetzt eine umfangreiche Mitgliederbeteiligung, an dessen Ende sich im Idealfall ein Stimmungsbild für eine Person heraus kristallisiert, die dann ohne Kampfkandidatur zum Parteivorsitzenden gewählt werden kann“, schlägt Christian von Stetten, Mittelstandspolitischer Sprecher der Unions-Fraktion vor.

Zuvor hatte von Stetten in der „Bild am Sonntag“ den Rücktritt des Präsidiums gefordert, da das Gremium Laschet gegen den Willen von Basis und Bundestagsfraktion als Kanzlerkandidat durchgesetzt habe. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht das offenbar anders: „Die CDU hat kein besseres Organ, die Basis zu berücksichtigen, als den Parteitag.“ Hamburgs-Ex-CDU-Bürgermeister Ole von Beust (66) warnte in der „Augsburger Allgemeinen“ ebenfalls davor, dass bei solchen Basis-Entscheiden „zu viel dem Zufall überlassen“ werde. Dass die CDU einen Neuanfang braucht ist klar, Einigkeit gibt es in vielen Fragen bisher aber noch nicht! (xst, dpa, rtrs)