Wegen Korruptionsgefahr: Stadt Dortmund weist auf Geschenke-Verbot für Kita-Erzieherinnen hin

Geschenke sind für Kita-Mitarbeiterinnen in städtischen Kindergärten verboten.
© dpa, Georg Wendt

08. März 2018 - 12:37 Uhr

Unerlaubte Geschenke in Kitas

Die Eltern meinen es nur gut: Zum Geburtstag oder zum Ende des Kita-Jahres gibt es für viele Erzieherinnen oft kleine Aufmerksamkeiten wie Geschenke oder Gutscheine. So ist es auch in Dortmund - aber erlaubt ist das nicht.

Stadt Dortmund sieht Verstoß gegen Anti-Korruptionsrichtlinie

Gut gemeint, aber dennoch ein Problem: Geschenke in städtischen Kindergärten. Denn die Kita-Mitarbeiterinnen dürfen Geschenke gar nicht annehmen. In Dortmund wurden jetzt sogar schon Schreiben in die Schränke der Kinder gelegt: Eltern würden mit ihren Aufmerksamkeiten gegen eine Anti-Korruptionsrichtlinie verstoßen. Denn jeder Strauß, jede Tafel Schokolade oder eine sonstige Aufmerksam gilt als Bestechung, auch wenn es nicht so von den Eltern gemeint ist.

Geschenke-Verbot nicht auf die leichte Schulter nehmen

Wer bei der Stadt Dortmund angestellt ist und dennoch Geschenke annimmt, der kann seinen Job verlieren - so die Dienstanweisung. Im schlimmsten Fall droht sogar eine Freiheitsstrafe. Dadurch möchte die Stadt sicherstellen, dass es zu keinen Korruptionsvorwürfen kommen kann. Deshalb werden auch die Mitarbeiter regemäßig an diese Vorschrift erinnert. Denn im Tarifvertrag für Angestellte im öffentlichen Dienst steht ausdrücklich drin, dass die Beschäftigten keine "Belohnungen, Geschenke, Provisionen oder sonstige Vergünstigungen in Bezug auf ihre Tätigkeit" annehmen dürfen.

Aber ganz so streng sehen es viele Träger nicht. Ausnahmen kann der Arbeitgeber zulassen. In Dortmund ist man der Auffassung, dass ein Paket Kaffee im Jahr für das Team in Ordnung wäre, aber große Gutscheine eben nicht. Wenn Eltern unbedingt etwas spenden wollen, dann sollen sie dies lieber für die Projekte der Kinder tun.